18/02/2026 

Je nach den unterschiedlichen Haartypen benötigen Hunde spezifische Pflegemaßnahmen, damit ihr Fell gesund und schön bleibt. Infos rund um die Arten der Fellpflege und den Fellwechsel gibt’s hier!

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Langhaarige Hunde
Kurzes, glattes Fell
Rauhaariges Fell
Der Fellwechsel

Im Laufe der Evolution und Zucht sind bei Hunden viele verschiedene Haartypen entstanden. Der generelle Aufbau von Haut und Haar unterscheidet sich jedoch nicht: Das Haar oder Fell besteht aus Keratin (einer Eiweißstruktur). Es wächst aus Follikeln in der Dermis (Lederhaut), einer tiefgelegenen Hautschicht. Während aus jedem Follikel bei uns Menschen jeweils nur ein Haar wächst, gibt es bei Tieren 2 Haartypen, die gemeinsam aus einem Follikel wachsen: Wollhaare und Grannenhaare. Jedes Grannenhaar ist von 6 bis 12 Wollhaaren umgeben. Das Wollhaar bildet das Unterfell/die Unterwolle: Es liegt der Haut am dichtesten an, ist besonders weich und dünn und isoliert sehr gut.

Langhaarige Hunde

Langhaar nicht gleich Langhaar. Seidiges, feines Langhaar wie etwa beim Langhaar-Collie oder Irish Setter besitzt nur wenig Unterwolle. Es ist deshalb relativ pflegeleicht. Das Risiko von Verfilzungen besteht meist nur an Körperstellen mit besonders dünnem und feinem Fell, z. B. hinter den Ohren, am Bauch oder an den Genitalien.

Hunderassen wie Bobtail oder Briard mit rauerem Deckhaar und mehr Unterwolle sind in der Pflege etwas aufwändiger. Ihr Fell neigt eher zum Verfilzen und muss regelmäßig entwirrt werden. Zu guter Letzt gibt es noch langhaarige Hunde mit besonders dicker und üppiger Unterwolle – wie Neufundländer. Ihr Fell ist oft an extreme klimatische Bedingungen angepasst. Es besitzt deshalb eine besonders dichte Unterwolle, die auch vor niedrigsten Temperaturen schützt. Damit diese Hunde nicht hoffnungslos verfilzen, sind konsequente Fellpflege und Ausdünnen der Unterwolle Pflicht.

Bürsten fördert darüber hinaus die Durchblutung, entwirrt das Fell, entfernt Hautschüppchen, Staub und Schmutz. Zudem verteilt es den Hauttalg über dem Fell. Das schützt das Haar, verleiht ihm einen Selbstreinigungseffekt und Glanz. Im letzten Pflegeschritt steht das Kämmen auf dem Plan: Es entfernt Verfilzungen und kleine Knötchen aus den Unterfell, die die Bürste nicht erfasst hat.

Dichte Behaarung an Pfoten kürzen

Sehr dichte Behaarung zwischen den Pfotenballen oder an den Ohren können wir bei langhaarigen Hunden bei Bedarf vorsichtig stutzen. Hier kann sich Schmutz besonders gut ansammeln und Bakterien können sich einnisten. Im Winter kann sich in den langen Haaren zwischen den Pfotenballen Schnee sammeln und zu harten, scharfkantigen Eiskristallen gefrieren. Auch lange Haare an den Augen sollten mit einer abgerundeten Schere vorsichtig gekürzt werden, da sie die Binde- und Hornhaut auf die Dauer reizen. Das kann zu einer Bindehautentzündung führen und die Sicht behindern.

Kurzes, glattes Fell

Hundefell, das eher kurz und glatt ist, steht im Ruf, besonders pflegeleicht zu sein. Im Vergleich zu anderen Hunden mag das stimmen. Dennoch müssen auch Hunde mit kurzem Fell gewissenhaft gepflegt werden. Besonders zu beachten ist dabei, dass kurzhaarige Hunde häufig eine sensible Haut haben.

Kurzes Hundefell neigt in der Regel nicht so stark zu Verfilzungen wie langes Fell. Dafür sind die Haare, die sie verlieren, oft mühsam zu entfernen. Die kurzen, dickeren Hundehaare bohren sich regelrecht in Textilien und bleiben in Kleidungsstücken, Teppichen und Polstern stecken. Für Staubsauger und Polsterbürsten ist es oft schwer, die Haare aufzunehmen. Möchtest du dir das aufwändige Reinigen sparen, solltest du loses und abgestorbenes Hundehaar möglichst durch regelmäßige Pflege entfernen, bevor es sich überall verteilen kann.

Labrador RetrieverRhodesian Ridgeback & Co. sollten hin und wieder gründlich durchgebürstet werden. Dazu eignen sich eine weiche Naturborsten- und eine Gumminoppenbürste. Mit der Naturborsten-Bürste kannst du das Haarkleid sanft gegen den Strich bürsten, um loses, abgestorbenes Fell gründlich zu entfernen. Auch ein Massagestriegel lässt sich verwenden. Er sorgt nebenbei noch für eine gute Durchblutung und wird von den meisten Hunden geliebt. Für ein glänzendes Finish sorgt ein weiches Frottier- oder, noch besser, Microfasertuch. Es entfernt sanft Staubpartikel und Schmutz  und verleiht dem Haarkleid einen gepflegten Glanz.

Bei Pflege sanft vorgehen

Die Haut kurzhaariger Hunde ist oft empfindlich, leichter zu verletzen und neigt stärker zum Austrocknen. Bei der Fellpflege sollten wir deshalb besonders sanft vorgehen und auf gutes Equipment achten. Billige Bürsten oder Kämme sind öfters schlechter verarbeitet und haben scharfe Kanten, welche die sensible Haut verletzen können. Es gilt: selbst ausprobieren! Was dir unangenehm ist und deine Haut irritiert, wird für deinen Hund nicht besser sein. Beim Baden solltest du (bei jedem Haut- und Haartyp) auf ein hochwertiges Hundeshampoo achten. Sonst kann die Haut austrocknen und verliert so zusätzlich an Widerstandskraft.

Rauhaariges Fell

Rauhaarige Hunde haaren weniger als ihre glatthaarigen Artgenossen und sind insgesamt pflegeleicht. Es reicht aus, mit einem weichen Tuch oder einer Hundebürste mit weichen Naturborsten Schmutzpartikel und Staub zu entfernen. Doch in regelmäßigen Intervallen, wenn das Deckhaar abgestorben ist, müssen sie fachgerecht getrimmt werden. Nur so kann das Fell gesund und voll nachwachsen.

In der Regel besitzen rauhaarige Hunde mehrere Schichten des charakteristischen rauen Deckhaares und darunter ein kurzes Unterfell. Typische Vertreter sind Foxterrier oder Schnauzer. Manche Hunderassen gibt es in mehreren Varianten – so finden sich bei Dackeln oder Jack Russell-Terriern sowohl glatthaarige als auch rauhaarige Typen.

Der natürliche Lebenszyklus des Deckhaars beträgt, je nach Hunderasse, zwischen 3 und 6 Monaten. Wenn das Deckhaar abstirbt, braucht der Rauhaar-Hund aktive Unterstützung beim Fellwechsel. Das tote Haar bleibt mitsamt Haarwurzel in der Haut stecken – und fängt an, zu jucken. Der Hund beginnt zu haaren – und sich verstärkt zu kratzen. Spätestens jetzt sollte er getrimmt werden.

Trimmen ist wichtig

Der Begriff „Trimmen“ bedeutet so viel wie „zurechtstutzen“. Bei uns verwechseln manche das Trimmen mit dem Scheren. Dabei handelt es sich um 2 vollkommen unterschiedliche Frisiertechniken. Während beim Scheren das Deck- und Wollhaar abgeschnitten wird, aber in der Haut verbleibt, wird beim Trimmen das abgestorbene Deckhaar mitsamt der Haarwurzel entfernt.

Beim fachgerechten Trimmen zupft der Hundefriseur/die Hundefriseurin mithilfe eines Trimmessers oder -steins das tote Deckhaar heraus. Nur so kann das Deckhaar gesund und voll nachwachsen. Sorgsames Trimmen ist aufwändig und kann, je nach Größe des Hundes, zwischen einer Stunde und 4 Stunden Zeit in Anspruch nehmen.

Der Fellwechsel

Unabhängig davon, was für ein Fell ein Hund hat, gilt: Jedes Haar wächst, tritt in eine Ruhephase und fällt aus. Ersetzt wird es durch ein neues, das von unten nachwächst. Nebeneinanderstehende Haare befinden sich meist nicht in der gleichen Wachstumsphase. Sonst fielen sie gemeinsam aus und das Fell bekäme lichte Stellen. Haare verliert jeder Hund das ganze Jahr über. Im Frühjahr und im Herbst – während des Fellwechsels – sind die Veränderungen bei manchen größer. Im Frühjahr fallen mehr Haare aus als neue wachsen, im Herbst bildet der Körper mehr neue Haare als er verliert.


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Vor allem die sich verändernde Tageslichtdauer löst den Fellwechsel aus. Da wir die Tage mit künstlichem Licht verlängern, fällt der Fellwechsel bei Wohnungshunden schwächer aus und verteilt sich über einen längeren Zeitraum. Auch Rasse(-Mix) und Felltyp spielen eine Rolle: Hunde mit dichter Unterwolle, etwa nordische Rassen und der Deutsche Schäferhund, haben einen stärkeren Fellwechsel als Hunde ohne diese isolierende Schicht, z. B. der kurzhaarige Boxer. Viele draht- und langhaarige Hunde verlieren zwar weniger Haare, dafür verfangen sich diese leichter im Fell und es braucht intensiveres Bürsten. Andere Hunde wie der Pudel, deren Haare sehr lange Wachstumsphasen haben, zeigen keine merklichen Fellwechsel-Phasen. Dafür muss das Fell aber regelmäßig gekürzt werden.

Den Körper unterstützen

Der Fellwechsel lässt sich über die Ernährung unterstützen. Besonders bei älteren oder geschwächten Hunden ist das sinnvoll. Vor einer Umstellung des Futters solltest du mit einem spezialisierten Tierarzt sprechen. Über die Konzentration und Dosierung von Nahrungsergänzungsmitteln und deren Qualität kann der Arzt/die Ärztin ebenfalls Auskunft geben. Ein erhöhter Eiweißgehalt des Futters kann dem Körper helfen, die neuen Haare aufzubauen. Außerdem unterstützen ihn essenzielle Fettsäuren wie Omega-3 und Omega-6, die z. B. in hochwertigem Lachs- oder Leinöl vorkommen. Biotin aus der Familie der B-Vitamine kann bei Fellwechselproblemen hilfreich sein. Es hat eine wichtige Funktion im Eiweißstoffwechsel und daher Einfluss auf die Bildung gesunder Haare. Auch bestimmte Spurenelemente sind wichtig für Haut und Fell. Die Bildung von Keratin benötigt Zink. Kupfer ist wichtig für den Aufbau der Haut- und Haarpigmente. Auch Silicium, das in Kieselerde enthalten ist, hilft beim Aufbau stabiler und dicker Haare.

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