Rhodesian Ridgeback: Rasseportrait und Zuchtinfo

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Die Vorfahren der Rhodesian Ridgebacks haben mit Löwen gekämpft. Doch die Hunde der einzigen anerkannten Rasse aus dem südlichen Afrika dürfen sich in Deutschland nicht „Jagdhunde“ nennen.

Die Krieger der Khoikhoi-Völker nutzten ihre Hunde zur Bewachung des Dorfes und für die Löwenjagd. Zur damaligen Zeit stellten die großen Raubkatzen noch eine echte Bedrohung für die afrikanischen Stämme dar. Man zog mit Speeren und Pfeilen gegen sie in den Krieg.

Nur die Besten überlebten

Die Hunde mit dem Rückenkamm hatten die Aufgabe, den Löwen zu stellen und mit Scheinangriffen lange genug abzulenken, bis die Jäger nahe genug heran waren, um ihn zu töten. Nur wer den Pranken des Löwen ausweichen konnte, bekam die Gelegenheit, sich fortzupflanzen.

Die natürliche Selektion schuf also einen Hund mit den Charaktereigenschaften des heutigen Rhodesian Ridgebacks: mutig, nervenstark und schnell.

Europäischer Einfluss

Mitte des 17. Jahrhunderts brachten europäische Siedler ihre eigenen Jagdhunde ins südliche Afrika. Diese kamen mit den veränderten Lebensbedingungen aber nicht gut klar: Hitze, Wassermangel und fremde Parasiten machten ihnen zu schaffen.

Also kreuzten die Siedler die kleinen einheimischen Rückenkamm-Hunde mit ihren großen Jagdhunden. Vermutlich kamen neben englischen Bloodhounds auch Sloughi zum Einsatz, später wohl auch Deutsche Doggen, Pointer und Retriever.

Der „Ridge“

Dadurch wurde der einheimische Hund größer und verlor den sichtbar aufgestellten Rückenkamm. Doch er behielt den charakteristischen „Ridge“. Bei diesem Fellstreifen auf der Wirbelsäule wachsen die Haare in die Gegenrichtung. Laut Rassestandard muss er zwei sich gegenüberliegende Wirbel haben.

Rhodesian Ridgeback Welpen
Foto: Mareike Wegner/baamar.de

Der Körperbau des Rhodesian Ridgeback

Der Rhodesian Ridgeback ist ein stattlicher und beeindruckender Hund. Er ist athletisch gebaut, muskulös und dennoch beweglich.

Die Rasse wurde gezielt für die Jagd gezüchtet. Und in vielen Ländern Europas wird sie als Jagdhund geführt. Doch in Deutschland ist es ihr bisher nicht gelungen, Aufnahme in den Jagdgebrauchshundeverband (JGHV) zu finden.

Das Wesen

Der Rhodesian Ridgeback ist furchtlos und kühn. Häufig ist von einem „sechsten Sinn für Gefahr“ die Rede. Fremden gegenüber zeigt er sich zunächst eher reserviert.

Die Rasse bringt ein gewisses Maß an Eigenständigkeit und einen angeborenen Jagdtrieb mit. Rhodesian Ridgebacks brauchen sowohl körperlich als auch mental jede Menge Auslastung. Daher werden sie gerne als Rettungshunde und beim Mantrailing eingesetzt.

Das komplette Rasseportrait liest du in Ausgabe 10/2017 von DER HUND.

UNSER COVER-MODEL:

Der Rhodesian Ridgeback-Rüde Jack hat bei unserem Shooting für das Cover im Sand und im Gras eine tolle Figur gemacht – keine Spur von Star-Allüren! (zum Vergrößern der Fotos bitte klicken!)

 Zucht- und Vereinsinfo

Hier geht es zum Rhodesian Ridgeback Club Deutschland e.V.
Hier geht es zum Club zur Erhaltung der Laufhunde des Südlichen Afrika e. V.
Hier geht es zur Deutschen Züchtergemeinschaft Rhodesian Ridgeback e. V.

 

Lena Schwarz

... ist auf dem Land aufgewachsen. In Augsburg studierte sie Anglistik, Amerikanistik und Deutsch als Fremdsprache. Bei DER HUND kann sie ihre Hundeliebe, Naturverbundenheit und Freude am Schreiben sowie Fotografieren vereinen.

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