Hunde-Parasiten: Zecken – Wissen für Hundefreunde

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Zecken sind ein ebenso häufiges wie unwillkommenes Mitbringsel, wenn Hund und Halter draußen unterwegs sind. Im Frühjahr und Herbst haben Zecken Hochsaison, sind aber mittlerweile auch zu anderen Zeiten unterwegs.

Entgegen der allgemeinen Annahme sind Zecken nicht in erster Linie auf Blut aus. Sie saugen Lymphflüssigkeit und verdauen von dem aufgenommenen Blut lediglich das Hämoglubin, Albumin, Globulin und Cholesterin. Andere Inhaltsstoffe kann die Zecke nicht verwerten und würgt sie in regelmäßigen Abständen wieder zurück in den Körper des Wirts.

Ist die Zecke mit Bakterien oder gar den Erregern von Hunde-Krankheiten wie Borreliose oder Babesiose infiziert, kann sie den Hund damit anstecken. Einige von Zecken übertragbare Krankheiten kommen zwar bei Hunden selten vor, können aber tödlich enden. Zu solcher Erkrankung gehört die FSME. Nicht jede Zecke ist ein Infektionsüberträger, aber welcher der Krabbler ein Risiko für die Gesundheit darstellt, lässt sich von außen natürlich nicht sehen.

So kommen Zecken an ihr Futter

Zecken sind mit einer ausgereiften Technik zum Stechen und Saugen ausgestattet. Bevor eine Zecke sticht, ritzt sie die Haut ihres Wirts mit den scharfen Kieferklauen an. In die entstandene Spalte führt sie das sogenannte Hypostom – ein Teil ihres Mundwerkzeugs, quasi ihre Zunge – ein. Am Hypostom befinden sich Widerhaken, die es vor dem Verrutschen schützen. Zusätzlich wird es mit einer abgesonderten, klebrigen Flüssigkeit in der Haut befestigt. Die Saugwerkzeuge sind kreisförmig um das Hypostom herum angeordnet.

Als Erstes injiziert die Zecke nun ein Sekret, das betäubend wirkt, sodass der Wirt nach dem ersten Brennen meist gar nichts mehr spürt. Darüber hinaus wirkt das Sekret auch gerinnungshemmend. Nur so ist garantiert, dass das gesaugte Blut nicht im Saugrüssel der Zecke gerinnt und ihn verstopft. Zuletzt wirkt das Sekret auch entzündungshemmend.

Zecken lieben hohe Luftfeuchtigkeit

Optimale Bedingungen herrschen für Zecken bei hoher Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur von 17 bis 20 Grad Celsius. Sie suchen Körperstellen, die feucht-warm sind und eine besonders dünne Haut aufweisen – bei Hunden hauptsächlich die Achseln, Lenden, der Bauch und der Hals, aber auch hinter den Ohren. Mittlerweile, da viele Winter sehr mild sind, treffen wir manche Zecken auch während Monaten an, in denen sie früher kaum oder gar nicht aktiv waren. Manchen der Blutsauger reicht es schon, wenn das Thermometer auf über 0 Grad klettert. Warst du mit deinem Hund auf Wiesen und im Wald unterwegs, solltest du euch daher nicht nur im Frühjahr, Sommer und Herbst absuchen.

Vorbeugend empfehlen sich diverse Zeckenpräparate. Zeckenhalsbänder geben ein spezielles Nervengift ab, das Zecken lähmt und tötet, dem Hund in dieser geringen Dosierung aber nicht schadet. Zu einzelnen Unverträglichkeitsreaktionen kann es bei einzelnen Hunden jedoch kommen.

Hunde-Zecken mit der Zecken-Zange herausziehen

Auch im Bereich der Alternativen Heilmethoden gibt es Zeckenpräventions-Mittel: Natürliche Zeckenabwehr-Mittel setzen oft auf eine Kombination aus Ölen und anderen Substanzen, die Zecken entweder abschrecken sollen oder, wenn sie den Hund befallen, austrocknen. Dabei dringen die Substanzen über die Atemlöcher der Zecken in den Organismus ein, verdrängen das körpereigene Wasser und spalten die Kohlenstoffbrücken des Chitin-Panzers, sodass die Zecke nach kurzer Zeit stirbt. Nebenwirkungen für den Hund sind bei diesen Präparaten meist nicht zu erwarten.

Hat sich einmal eine Zecke am Hund festgesaugt, solltest du diese schnellstmöglich entfernen. Denn mit zunehmender Saugzeit erhöht sich auch das Risiko einer Infektion durch die Zecke. Wissenschaftliche Studien bestätigen die praktische Erfahrung von Hundehaltern: Das langsame Herausziehen der Zecke ist die beste Methode zur Entfernung. Wer die Zecke herausdreht, riskiert, dass die Saugwerkzeuge oder ein Teil davon in der Wunde stecken bleiben.

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