Aktuelles in Kürze
09.09.2010

Hundehalter sind auch oft Katzenfreunde. Eine heute eröffnete Fotoausstellung im Tierheim Berlin sollten sie sich nicht entgehen lassen: Unter dem Titel „Momente der Stille“ werden in der Tierheim-Galerie am Hausvaterweg 39 in Falkenberg Werke von Simone Brackrog (siehe Foto) gezeigt. Die Fotografin hat sich für ihre aktuelle Ausstellung Stubentiger als Motive gewählt und diese in besonderen Momenten eingefangen.
Die Fotografin arbeitet als Produktmanagerin für einen großen Berliner Verlag und geht seit fünf Jahren ihrer Leidenschaft für die Fotografie nach. Ihr Leitsatz ist dabei, dass es nicht auf die Kamera ankommt, sondern auf den Fotografen und seinen Blick für das Motiv.
Simone Brackrog lebt seit 1998 im Barnimer Land und ist eine absolute Tierfreundin. In ihrer Freizeit unterstützt sie als ehrenamtliches Mitglied die Aktionen des Tierschutzvereins für Berlin und seines Tierheims. Die Bilder der Ausstellung sind käuflich zu erwerben. Ein Großteil der Erlöse kommt den Tierheimtieren zugute.
Die Ausstellung kann werktags von 11 bis 17 Uhr und am Wochenende von 11 bis 16 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei.
Foto: Tierheim Berlin
08.09.2010

Das EU-Parlament entscheidet heute über eine neue Tierversuchs-Richtlinie. Es gilt als sicher, dass die Mehrheit der Abgeordneten dem in verschiedenen EU-Gremien ausgehandelten Kompromissvorschlag zustimmen wird. Das Bundes-Landwirtschaftsministerium begrüßt die neue Richtlinie, sie führe zu einer deutlichen Verbesserung des Schutzes von Versuchstieren in der EU. In vielen Mitgliedstaaten werden dann strengere Regelungen für Tierversuche gelten als bislang.
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte dagegen übt scharfe Kritik. Es werde eine Richtlinie verabschiedet, die dem rechtlichen sowie gesellschaftlichen Stellenwert des Tierschutzes nicht gerecht wird. Besonders problematisch sei es, dass die Mitgliedstaaten nach dem Inkrafttreten keine national höheren Tierschutzstandards festlegen dürften, u.a. hatte dies die Grünen-Fraktion in einem Änderungsantrag vorgeschlagen. Er wird voraussichtlich jedoch keine Mehrheit finden.
Foto: Stephanie_Hofschlaeger/pixelio.de
07.09.2010

Der Tierschutzverein Cani F.A.I.R. e.V. mit Sitz in Mönchengladbach arbeitet seit über zwei Jahren mit den Tierschützern im ungarischen Miskolc zusammen. Cani F.A.I.R. e.V. unterstützt die Kollegen bei der Versorgung der über 200 dort untergebrachten Hunde mit Futter und Medikamenten, übernimmt die Kosten für lebenswichtige Operationen der in Not geratenen Schützlinge und hilft finanziell beim Aufbau des neuen Tierheims. Außerdem vermitteln die erfahrenen Tierschützer von Cani F.A.I.R. e.V. ungarische Hunde in ein neues Zuhause in Deutschland.
Um „Ungarnhunde“ mit ihren neuen Familien drehte sich alles beim Cani F.A.I.R-. Hundetreffen, das am vorigen Samstag nun zum zweiten Mal in Burscheid stattfand. Auf dem Programm standen ein gemeinsamer Spaziergang und ein gemütliches Zusammensein mit kulinarischen Köstlichkeiten für Menschen und Hunde. Das ungarische Tierschützerteam war aus Miskolc angereist und feierte diesen Tag mit ca. 140 Besuchern und über 100 Hunden, sodass es reichlich Gelegenheit zum Gedankenaustausch gab. Ein gelungener Tag für alle anwesenden Vier- und Zweibeiner!
Foto: Cani F.A.I.R. e.V.
03.09.2010
Unter dem Motto „1 Million Näpfe für Tiere in Not“ haben der Deutsche Tierschutzbund, Whiskas und Pedigree ihre Aktion zur Welttierwoche gestartet. Im Zeitraum vom 30.08 bis 09.10. 2010 wird von den Unternehmen ein Betrag im Wert eines gefüllten Futternapfes als Unterstützung gesammelt. In den gut 500 Tierheimen, die dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossen sind, werden zurzeit rund 20.000 Hunde betreut. In diesem Jahr ist Hilfe besonders nötig, denn die Belegungszahlen sind um 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Wie Welttierwoche findet rund um den Welttierschutztag am 4. Oktober statt.
Weitere Informationen: www.welttierwoche.de
01.09.2010
Der hessische Landestierschutzverband hat im Wiesbadener Manifest ein Umdenken bei den Gefahrhundgesetzen gefordert. Das Papier entstand nach einer parteiübergreifenden Sitzung am 26. August im hessischen Landtag. Politiker, Tierschutzverbände und die beiden pet-group-Experten Prof. Dr. Udo Gansloßer und Günther Bloch diskutierten über die derzeitigen Gefahrhundgesetze. Wesenstest und Rasselisten seien kein wirksames Mittel, Beißunfälle mit Hunden zu verhindern, so die Experten. Seit der Einführung der Listen sei die Zahl der Beißvorfälle nicht gesunken, sondern habe sich verdoppelt. Im Wiesbadener Manifest werden unter anderem eine Halterschulung VOR der Anschaffung eines Hundes, eine Pflicht zur Tierhalterhaftpflicht und die Schaffung von mehr Hundeauslaufgebieten gefordert. Die „Wiesbadener Initiative für Halterschulung“ sammelt nun Unterschriften. Denn nur die Hundehalter selbst könnten in der Sache etwas bewegen und sollten die Möglichkeit nutzen, sagte Günther Bloch.
Foto: Kuhn
31.08.2010

Dass infizierte Füchse Eier des Fuchsbandwurms mit dem Kot ausscheiden, hat sich inzwischen herumgesprochen. In der Rubrik „Stimmt`s?“ der Wochenzeitung DIE ZEIT fragte kürzlich ein Leser aus Walsrode: „Droht beim Verzehr wilder Beeren eine Fuchsbandwurminfektion?“ Wissenschaftsjournalist Christoph Drösser beruhigte: Die sogenannte alveoläre Echinokokkose entwickele sich sehr langsam, im Jahr 2008 seien nur 26 Erkrankungen des Menschen gemeldet worden. Wissenschaftler der Universität Würzburg, die diese Fälle dokumentieren, kennen keinen einzigen Zweibeiner, der sich durch den Genuss von Wildbeeren infizierte. Dass die Gefahr durch Haustiere, die befallene Nager fressen, weitaus größer ist, unterstreicht in dem Beitrag ein Mitarbeiter des Bundesinstituts für Risikobewertung.
Die E-Mail-Adresse für "Stimmt`s"-Fragen:
Foto: sprisi/www.pixelio.de
30.08.2010

Der Vogelgnadenhof und Altenheim für Tiere e.V. im Berlin-Pankow wurde im Januar 2006 auf Initiative von Dirk Bufé und Hartmut Benter gegründet. Beim Tag der offenen Tür am 19.09.2010 haben Besucher Gelegenheit, die Arbeit der Tierschützer in der Burgwallstrasse 75 kennenzulernen.
Hauptanliegen des Vereins ist es, ein Altenheim für Tiere und eine Kontakt-, Informations- und Aufklärungsstelle rund um den Tierschutz zu schaffen. Nicht nur Hunde und Katzen, sondern auch Vögel, insbesondere Papageien, werden oft unüberlegt angeschafft und leiden unter den Folgen nicht tiergerechter Haltung. Schlimmstenfalls werden sie herzlos abgeschoben.
Derzeit betreut der Verein liebevoll mehr als 250 Tiere und braucht ganz dringend Hilfe. Die Tierschützer sind unter anderem dankbar für Baumaterial, handwerkliche Unterstützung, Futter- und Finanzspenden.
27.08.2010

Die Deutsche Marina Möbius (Foto) wurde vor Jahren während eines Urlaubs auf Sri Lanka mit dem enormen dortigen Hundeelend konfrontiert – und konnte fortan nicht mehr wegsehen. Die Tierfreundin gründete in Deutschland den Verein Dog Care Clinic e.V. und baute vor Ort ein Hundekrankenhaus. Bilanz des großen Engagements: Seit 2007 wurden schon mehr als 30 000 Hunde kastriert und geimpft (unter anderem gegen die auf Menschen übertragbare Tollwut).
Um die unkontrollierte Hundevermehrung auf Sri Lanka einzudämmen, bietet die Tierschützerin Hundebesitzern das kostenlose Kastrieren der Tiere in ihrer Klinik an und finanziert auch landesweit entsprechende Programme. Ihre Arbeit reicht aber weit über den reinen Tierschutz hinaus: Marina Möbius schafft Arbeitsplätze vor Ort und unterstützt Familien, die einen Hund aufnehmen, mit Lebensmitteln, Medikamenten und Schulmaterial – denn heimatlose Vierbeiner werden ausschließlich auf Sir Lanka vermittelt.
Durch die soziale Einbindung der Einheimischen verbesserte sich in großen Teilen der Insel die Lebenssituation von Tier und Mensch erheblich. Noch kämpft Marina Möbius fast alleine, sie sucht aber dringend Unterstützer.
Foto: Dog Care Clinic e.V.
26.08.2010

Physiotherapiemaßnahmen, die Menschen mit Arthrose helfen, tun auch Hunden mit den gleichen Gesundheitsproblemen gut, teilte die Veterinärmedizinische Universität Wien in dieser Woche mit. Für die Studie verwendeten die Wissenschaftler ein speziell gestaltetes Laufband, analysiert wurden die Bewegungen der Gelenke in den Vorder- und Hinterläufen. Beim Bergaufgehen wird die Hüfte stärker gebeugt, das Knie hingegen weniger bewegt. In einer Therapie kann so die Flexibilität in der Hüfte verbessert werden. Das Steigen über Hindernisse hat, so registrierten die Wiener Wissenschaftler, einen besonders positiven Effekt: Alle Gelenke mit Ausnahme von Hüfte und Schulter werden stärker gebeugt, Karpal- und Kniegelenk weiter geöffnet. Beide Programme könnten Hundebesitzer leicht und ohne Kostenaufwand mit ihrem Vierbeiner anwenden.
24.08.2010

Die Fédération Cynologique Internationale, kurz FCI, feiert im kommenden Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass führt die kynologische Dachorganisation einen internationalen Zeichenwettbewerb durch. Das Thema, wie sollte es anders sein: der Hund.
Aus jedem FCI-Mitgliedsland gehen fünf Arbeiten in die Wertung ein. Zeichner, die es mit ihrem Werk bis in die Vorauswahl geschafft haben, werden in den FCI-Publikationen gewürdigt.
Noch bis zum 27. August können Zeichnungen eingereicht werden, Stil und Maltechnik sind frei wählbar. Die Anschrift: Verband für das Deutsche Hundewesen, Frau Grimm, Westfalendamm 174, 44141 Dortmund.
Foto: andreas stix/www.pixelio.de