14/01/2021 

Wird dein Hund schnell müde, hustet nachts oder atmet schwer? Herzinsuffizienz kann dahinterstecken. Früh erkannt lässt sich das Herz oft entlasten und die Lebensqualität lange erhalten.

Eine Herzinsuffizienz ist keine einzelne Krankheit, sondern ein Zustand: Das Herz schafft es nicht mehr, den Körper ausreichend mit Blut und Sauerstoff zu versorgen. Sie kann die Folge angeborener oder erworbener Herzerkrankungen sein. Wird die Ursache früh erkannt und passend behandelt, können viele Hunde länger und besser leben.

Häufige Ursachen sind chronische Herzklappenerkrankungen und Herzmuskelerkrankungen. Bei kleinen, älteren Hunden, etwa Dackel, Pudel, Chihuahua oder Cavalier King Charles Spaniel, ist besonders die Mitralklappenerkrankung verbreitet. Dabei schließt eine Herzklappe nicht mehr dicht, Blut fließt zurück und das Herz wird zunehmend belastet. Große Rassen wie Dobermann, Deutsche Dogge, Irischer Wolfshund oder Boxer können eher zu einer dilatativen Kardiomyopathie, kurz DCM, neigen. Dabei ist der Herzmuskel erweitert und pumpt schwächer. Ernährung, Gewicht und Bewegung beeinflussen die Herzgesundheit, sind aber nicht die alleinige Ursache solcher Erkrankungen.

Symptome und Anzeichen

Mögliche Anzeichen sind schnelle Ermüdung, weniger Belastbarkeit, Husten (oft nachts, bei Aufregung oder nach Belastung), schnellere Atmung, Atemnot, Appetitverlust oder Unruhe im Liegen. Bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz können Ohnmacht, blasse oder bläuliche Schleimhäute und Flüssigkeitsansammlungen auftreten. Ein dicker Bauch kann durch Flüssigkeit in der Bauchhöhle entstehen, besonders bei Rechtsherzproblemen. Atemnot oder Kollaps sind Notfälle.

Diagnose und Behandlung der Herzinsuffizienz

Wenn dein Hund schneller müde wird, hustet oder auffällig atmet, sollte er tierärztlich untersucht werden. Zur Diagnose gehören Abhören von Herz und Lunge, Röntgen, Herzultraschall, EKG und manchmal Blutdruckmessung oder Blutwerte. Die Behandlung richtet sich nach Ursache und Stadium.

Häufig kommen Medikamente zum Einsatz. Operationen sind nur in bestimmten Fällen möglich oder sinnvoll. Unterstützend helfen Normalgewicht, angepasste Bewegung und eine individuell passende Ernährung. Natrium, Taurin, L-Carnitin oder Omega-3-Fettsäuren sollten nicht pauschal, sondern nach tierärztlicher Empfehlung eingesetzt werden.

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