Deutsche Dogge

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Foto: Canisreporting.com/Vanessa Grossemy

Geschichte


Die Kraft einer Dogge bekam schon der russische Staatskanzler Alexander Michailowitsch Gortschakow bei einer Konferenz im Jahr 1878 zu spüren: Während eines Wortgefechts mit Reichskanzler Otto von Bismarck sprang dessen Dogge Tyras auf und zerrte dem russischen Politiker an der Hose, bis die zerriss und Gortschakow zu Boden ging.Die Ursprünge der Rasse gehen auf die Hatzrüden und Saupacker des 16. und 17. Jahrhunderts zurück. Diese großen und kräftigen Hunde wurden bei der Jagd auf Wildschweine und Bären eingesetzt. Die ersten Hunde dieser Art stammten aus England und gingen wohl aus Kreuzungen von Mastiffs und großen Windhunden hervor. Sie galten an Fürstenhöfen als Statussymbole. Die eindrucksvollsten Tiere wurden als Leib- und Kammerhunde in den Gemächern ihrer Herren gehalten. Mit den aus England eingeführten Hunden wurde weitergezüchtet, wobei auch Bullenbeißer, die Hunde der Metzger und Viehhändler, zur Zucht herangezogen wurden.

Auch Bismarck war ein Doggen-Liebhaber

Die Kraft einer Dogge bekam schon der russische Staatskanzler Alexander Michailowitsch Gortschakow bei einer Konferenz im Jahr 1878 zu spüren: Während eines Wortgefechts mit Reichskanzler Otto von Bismarck sprang dessen Dogge Tyras auf und zerrte dem russischen Politiker an der Hose, bis die zerriss und Gortschakow zu Boden ging.

Charakter


Deutsche Doggen sind ruhig, ausgeglichen und nicht leicht reizbar. Allerdings sind sie auch gute Beschützer von Haus, Hof und Familie – und haben dabei ihre ganz eigene Vorstellung, wie weit ihr Territorium reicht. Es ist es wichtig, Doggen schon früh in der Erziehung mit fremden Menschen, anderen Hunden und den vielen Gegenständen und Geräuschen der menschlichen Lebenswelt vertraut zu machen. Denn es ist wahrlich kein Vergnügen, wenn man später einen Angsthund oder einen Leinenpöbler im XXL- Format hat.

Ein sehr großer Freund

Die Dogge hat ein sehr gutes Gedächtnis. Einmal ruppig angeschnauzt, zeigt sie dem Menschen für längere Zeit beleidigt die kalte Schulter. Auch an menschliche Inkonsequenz erinnert sie sich gut und nutzt diese für schamlose Charmeoffensiven aus. Wer sich erweichen lässt, hat bald einen Hund, der bei Tisch bettelt – und groß genug ist, seinen Kopf auf denselben zu legen. Auch wird die Dogge versuchen, ihrem Halter auf die Couch oder ins Bett zu folgen. Wer das nicht will, sollte keine Ausnahmen machen. Doggen sind im wahrsten Sinne des Wortes anlehnungsbedürftig und schmiegen sich gern an ihren Menschen. Die Deutsche Dogge hat ein herzliches Naturell und ist sehr kinderlieb, aber auch ungestüm. Wenn man nicht damit rechnet oder von zarter Statur ist, kann einen so viel Liebe schon mal aus dem Gleichgewicht bringen.

Körperbau


Der markante Kopf und die hochgewachsene, kräftige Statur der Deutschen Dogge sind unverkennbar. Der lange und muskulöse Hals wird aufgerichtet getragen und sollte nicht zu viel lose Haut zeigen. Die Nackenlinie ist geschwungen. Der Rücken ist kurz und fällt in annähernd gerader Linie geringfügig nach hinten ab.

Apoll unter den Hunden

Die breite und tiefe Brust reicht bis zu den Ellenbogengelenken, das Brustbein tritt nicht stark hervor, die Rippen sind gewölbt. Die Vorderhand zeigt starke Muskeln und Knochen.Die Hinterläufe sind kräftig und deutlich gewinkelt. Von starken Muskeln bedeckt erscheinen Kruppe, Hüfte und Oberschenkel breit und abgerundet. Die Rute reicht bis zum Sprunggelenk und verjüngt sich zum Ende hin. In Ruhe hängt sie mit natürlichem Schwung herab, in Erregung wird sie leicht säbelartig getragen.

Fell und Farbe


Zugelassen sind fünf Fellfarben, die in drei Varietäten gezüchtet werden: Gelb und Gestromt (Gelb mit schwarzen Streifen), Gefleckt (Weiß-Schwarz) und Schwarz sowie Blau (Stahlblau). Die Verpaarung zweier gefleckter Eltern ist nicht mehr erlaubt, da Welpen aus solchen Würfen häufiger blind oder taub geboren werden. Grautiger (graue Doggen mit schwarzen Flecken) kommen in der Zucht gefleckter Doggen vor. Sie haben viele Liebhaber, auch wenn es im Zuchtstandard heißt, sie seien „nicht erwünscht, werden aber auch
nicht disqualifiziert“


Foto: Canisreporting.com/Vanessa Grossemy

Rassefakten auf einen Blick


Gewicht: 50 bis 85 kg

Größe: 72 bis 90 cm

durchschnittliche Lebenserwartung: 6 bis 12 Jahre

sehr intelligent
kinderlieb
braucht konsequente Erziehung
anfällig für die Herzmuskelerkrankung DCM und Magendrehungen

Foto: Eric Isselee/shutterstock.com

Foto: Tierfotoagentur.com/N. Schick


Foto: Tierfotoagentur.com/N. Schick

Geschichte


Die Kraft einer Dogge bekam schon der russische Staatskanzler Alexander Michailowitsch Gortschakow bei einer Konferenz im Jahr 1878 zu spüren: Während eines Wortgefechts mit Reichskanzler Otto von Bismarck sprang dessen Dogge Tyras auf und zerrte dem russischen Politiker an der Hose, bis die zerriss und Gortschakow zu Boden ging.Die Ursprünge der Rasse gehen auf die Hatzrüden und Saupacker des 16. und 17. Jahrhunderts zurück. Diese großen und kräftigen Hunde wurden bei der Jagd auf Wildschweine und Bären eingesetzt. Die ersten Hunde dieser Art stammten aus England und gingen wohl aus Kreuzungen von Mastiffs und großen Windhunden hervor. Sie galten an Fürstenhöfen als Statussymbole. Die eindrucksvollsten Tiere wurden als Leib- und Kammerhunde in den Gemächern ihrer Herren gehalten. Mit den aus England eingeführten Hunden wurde weitergezüchtet, wobei auch Bullenbeißer, die Hunde der Metzger und Viehhändler, zur Zucht herangezogen wurden.

Auch Bismarck war ein Doggen-Liebhaber

Die Kraft einer Dogge bekam schon der russische Staatskanzler Alexander Michailowitsch Gortschakow bei einer Konferenz im Jahr 1878 zu spüren: Während eines Wortgefechts mit Reichskanzler Otto von Bismarck sprang dessen Dogge Tyras auf und zerrte dem russischen Politiker an der Hose, bis die zerriss und Gortschakow zu Boden ging.


Foto: Canisreporting.com/Vanessa Grossemy

Charakter


Deutsche Doggen sind ruhig, ausgeglichen und nicht leicht reizbar. Allerdings sind sie auch gute Beschützer von Haus, Hof und Familie – und haben dabei ihre ganz eigene Vorstellung, wie weit ihr Territorium reicht. Es ist es wichtig, Doggen schon früh in der Erziehung mit fremden Menschen, anderen Hunden und den vielen Gegenständen und Geräuschen der menschlichen Lebenswelt vertraut zu machen. Denn es ist wahrlich kein Vergnügen, wenn man später einen Angsthund oder einen Leinenpöbler im XXL- Format hat.

Ein sehr großer Freund

Die Dogge hat ein sehr gutes Gedächtnis. Einmal ruppig angeschnauzt, zeigt sie dem Menschen für längere Zeit beleidigt die kalte Schulter. Auch an menschliche Inkonsequenz erinnert sie sich gut und nutzt diese für schamlose Charmeoffensiven aus. Wer sich erweichen lässt, hat bald einen Hund, der bei Tisch bettelt – und groß genug ist, seinen Kopf auf denselben zu legen. Auch wird die Dogge versuchen, ihrem Halter auf die Couch oder ins Bett zu folgen. Wer das nicht will, sollte keine Ausnahmen machen. Doggen sind im wahrsten Sinne des Wortes anlehnungsbedürftig und schmiegen sich gern an ihren Menschen. Die Deutsche Dogge hat ein herzliches Naturell und ist sehr kinderlieb, aber auch ungestüm. Wenn man nicht damit rechnet oder von zarter Statur ist, kann einen so viel Liebe schon mal aus dem Gleichgewicht bringen.


Foto: Canisreporting.com/Vanessa Grossemy

Körperbau


Der markante Kopf und die hochgewachsene, kräftige Statur der Deutschen Dogge sind unverkennbar. Der lange und muskulöse Hals wird aufgerichtet getragen und sollte nicht zu viel lose Haut zeigen. Die Nackenlinie ist geschwungen. Der Rücken ist kurz und fällt in annähernd gerader Linie geringfügig nach hinten ab.

Apoll unter den Hunden

Die breite und tiefe Brust reicht bis zu den Ellenbogengelenken, das Brustbein tritt nicht stark hervor, die Rippen sind gewölbt. Die Vorderhand zeigt starke Muskeln und Knochen.Die Hinterläufe sind kräftig und deutlich gewinkelt. Von starken Muskeln bedeckt erscheinen Kruppe, Hüfte und Oberschenkel breit und abgerundet. Die Rute reicht bis zum Sprunggelenk und verjüngt sich zum Ende hin. In Ruhe hängt sie mit natürlichem Schwung herab, in Erregung wird sie leicht säbelartig getragen.

Fell und Farbe


Zugelassen sind fünf Fellfarben, die in drei Varietäten gezüchtet werden: Gelb und Gestromt (Gelb mit schwarzen Streifen), Gefleckt (Weiß-Schwarz) und Schwarz sowie Blau (Stahlblau). Die Verpaarung zweier gefleckter Eltern ist nicht mehr erlaubt, da Welpen aus solchen Würfen häufiger blind oder taub geboren werden. Grautiger (graue Doggen mit schwarzen Flecken) kommen in der Zucht gefleckter Doggen vor. Sie haben viele Liebhaber, auch wenn es im Zuchtstandard heißt, sie seien „nicht erwünscht, werden aber auch
nicht disqualifiziert“

Rassefakten auf einen Blick


Gewicht: 50 bis 85 kg

Größe: 72 bis 90 cm

durchschnittliche Lebenserwartung: 6 bis 12 Jahre

sehr intelligent
kinderlieb
braucht konsequente Erziehung
anfällig für die Herzmuskelerkrankung DCM und Magendrehungen

Foto: Eric Isselee/shutterstock.com

Foto: Tierfotoagentur.com/N. Schick


Foto: Tierfotoagentur.com/N. Schick

Miriam Wirths

… arbeitet im Online-Team der DER HUND Website und an der » Facebook-Fanpage. Ihr absoluter Lieblingshund aus unserem Rasselexikon ist der » Kooikerhondje – werft doch gleich mal einen Blick auf den „alten Holländer“.

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