Der Siberian Husky ist ein sehr menschenfreundlicher und aktiver Hund. Um ausgeglichen und zufrieden zu sein, benötigt dieser sportliche, robuste Schlittenhund viel Bewegung. Das aufgeschlossene Wesen des Sibirischen Huskys macht aus ihm einen angenehmen Gefährten und, bei entsprechender Auslastung, auch einen guten Familienhund.

Der Siberian Husky ist der kleinste, leichteste und zierlichste der nordischen Schlittenhunde.  Man weiß nicht genau, wie alt diese Hunderasse ist, doch es gilt als gesichert, dass ihr Ursprung viele Jahrhunderte in der Vergangenheit liegt. Früher kannte man diese Hunde ausschließlich im nördlichen Sibirien. Die Tiere begleiteten die dort lebenden Nomadenvölker und unterstützen sie bei der Jagd. In Sibirien herrschen extreme klimatische Verhältnisse. Die Winter sind lang und können mit Temperaturen von bis zu -72°C klirrend kalt werden. Viele Monate im Jahr ist das Land mit Schnee bedeckt. Die Hundeschlitten waren für die Menschen in dieser Region oftmals das einzige Fortbewegungsmittel.

Unter diesen lebensfeindlichen Bedingungen sind Mensch und Hund eng zusammengewachsen. Sie mussten sich aufeinander verlassen können, um zu überleben. Dafür benötigte man robuste, zähe Hunde, die dem Menschen treu ergeben waren – und  keine Spur aggressiv sein durften. Schon früh wurden die Schlittenhunde konsequent auf Schnelligkeit, Ausdauer und Wesen hin selektiert. Zur gezielten Zucht der Tiere kam es jedoch erst 1910 in Alaska. Ein norwegischer Musher namens Leonard Seppala soll die Zucht der Hunde in Alaska begonnen haben. Aus diesem Grund werden die USA als Ursprungsland der Sibirischen Huskys bezeichnet.

Freundlich und aufgeschlossen

Der Sibirische Husky ist eine sehr ursprüngliche Hunderasse. Das typische Wesen des Huskys ist geprägt von Sanftmut und Aufgeschlossenheit allen Menschen gegenüber. Huskys gelten als kontaktfreudig und sehr sozial im Umgang mit Artgenossen. Als Wachhund eignet sich dieser Hund nicht: Zum einen bellen Huskys nicht, sondern geben nur ein charakteristisches Heulen von sich. Zum anderen begegnen sie Fremden nur selten misstrauisch oder gar aggressiv.

Sibirische Huskys sind intelligent, instinktsicher und eigenständig. Diese Hunde ähneln in ihrem Verhalten zum Teil noch ihrem Vorfahr, dem Wolf, und sind nicht dazu geboren, Kommandos sklavisch zu befolgen. Sie besitzen einen ausgeprägten Charakter und haben oft einen gewissen Hang zum Eigensinn. Doch auch ein Husky kann durchaus erzogen werden: Wer mit der Ausbildung seines Husky-Welpen frühzeitig beginnt und ihn mit Sachverstand, Liebe und sehr viel Konsequenz erzieht und artgerecht auslastet, macht aus seinem Hund einen angenehmen und zuverlässigen Gefährte.

Sibirischer Husky: Steckbrief

  • Name: Siberian Husky
  • Herkunft: USA
  • Widerristhöhe: Rüde zw. 53,5 und 60 cm, Hündin zw. 50,5 bis 56 cm
  • Gewicht: Rüde 20,5 bis 28 kg, Hündin 15,5 bis 23 Kilogramm
  • Verwendung: Schlittenhund
  • FCI-Gruppe 5:
  • Spitze und Hunde vom Urtyp
  • Sektion 1: Nordische Schlittenhunde. / Ohne Arbeitsprüfung.
  • Durchschnittliche Lebenserwartung: 12 bis 15 Jahre