Die lieben Jäger: 3 Spaniels im Kurzportrait

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Das Wort Spaniel ist ein Oberbegriff für einige Jagdhundrassen. Spaniels sind seit dem Mittelalter als Stöberhunde bekannt. Sie haben sich aber auch als Begleithunde einen Platz in den Herzen ihrer Fans erobert. 

In DER HUND 2/2018 (ab dem 10. Januar am Kiosk), findest du Kurzportraits über den English Springer Spaniel, den Cavalier King Charles Spaniel und den Irish Water Spaniel. Letzteren stellen wir dir auch hier vor.

Der Irish Water Spaniel …

… ähnelt eher einem Pudel als einem Spaniel. Durch sein wasserabweisendes Fell und wegen seiner Anpassungsfähigkeit ist seine Rasse vor allem bei irischen Jägern beliebt.

Mit einer Widerristhöhe von 51 bis 56 Zentimeter bei Hündinnen und 53 bis 59 Zentimeter bei Rüden ist dieser Hund der größte Vertreter der Spaniels. Die festen, dichten und krausen leberbraunen Ringellocken des irischen Wasserspaniels und der wuschelige Haarschopf auf dem Kopf lassen ihn aber mehr wie einen Pudel aussehen. Sein dichtes Fell muss regelmäßig gebürstet und alle acht bis zehn Wochen geschoren werden.

Körperbau

Der Irish Water Spaniel hat einen eher kompakten, gedrungenen und breiten Körperbau mit der rassetypischen, kurz behaarten Rute, die stark an einen Rattenschwanz erinnert und deshalb auch so genannt wird. Das kurzhaarige Gesicht mit den relativ kleinen Augen und der spitzen Schnauze machen ihn zusammen mit dem „Rattenschwanz“ zu einer witzigen Erscheinung, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Jagdhund und Familienhund

Allgemein hat der Vierbeiner ein sehr freundliches, lebhaftes Wesen und spielt gerne den Clown. Nur Fremden gegenüber ist er anfangs etwas misstrauisch. Er eignet sich allerdings nicht nur als Familienhund, sondern auch als Jagdhund, weil er robust und arbeitswillig ist und außerdem über eine sehr gute Kondition verfügt. Da er zu den Apportier-, Stöber- und Wasserhunden zählt, wird er meist für die Jagd auf Federwild verwendet.

Geschichte der Rasse

Über den Ursprung der Irish Water Spaniels ist nichts Genaues bekannt. Doch man findet bereits seit Anfang des 17. Jahrhunderts Hinweise auf Hunde mit wasserabweisendem Fell, die in Irland auf der Vogeljagd eingesetzt wurden. Man geht davon aus, dass Bloodhounds, Irish Setter und Pudel eingekreuzt wurden. Das sollte die jagdliche Vielseitigkeit fördern. Dadurch entwickelte sich auch der kräftige und dennoch elegante Körperbau.

Schlau und gern beschäftigt

Die irischen Wasserspaniels sind äußerst intelligent, mutig, aktiv und haben ein sehr eifriges Temperament. Das ist auch der Grund, warum sie sich weniger gut für unerfahrene Hundebesitzer eignen. Wenn sie nicht ausreichend beschäftigt werden, suchen sich Irish Water Spaniels kurzerhand selbst eine Beschäftigung. Das kann schnell zu Problemen führen, die unerfahrene Hundebesitzer überfordern.

Interessant

In Amerika wurde eine sehr ähnliche Rasse, der American Water Spaniel, gezüchtet. Er ist etwas kleiner als der Irish Water Spaniel. Oft ist sein Fell nur gelockt und es kann sich auch farblich unterscheiden.
Außerdem besitzt der amerikanische  Wasserspaniel keinen Haarschopf. Weiße Farbtupfer, die beim irischen Wasserspaniel als nicht zulässig gelten, sind bei dieser Rasse erlaubt.

Text: Estell Menhart

Die Kurzportraits zum English Springer Spaniel und Cavalier King Charles Spaniel findest du in Ausgabe 2/2018 von DER HUND.

Lena Schwarz

... ist auf dem Land aufgewachsen. In Augsburg studierte sie Anglistik, Amerikanistik und Deutsch als Fremdsprache. Bei DER HUND kann sie ihre Hundeliebe, Naturverbundenheit und Freude am Schreiben sowie Fotografieren vereinen.

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