Jagdprofi und Familienheld: Kleiner Münsterländer

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Sein Eifer bei der Jagd ist so riesig wie sein Engagement als Familienmitglied. Der Kleine Münsterländer hat’s drauf, wie wir euch im vollständigen Rasseportrait in Ausgabe 01/20 von DER HUND zeigen. Einige spannende Infos zur Rasse teilen wir hier mit euch. 

Der Münsti, wie seine Fans ihn auch nennen, ist ein attraktiver Hund mit einer äußerst sympathischen Ausstrahlung. Hündinnen sollten eine Widerristhöhe von 52 Zentimetern haben, Rüden von 54 Zentimetern – bis zu zwei Zentimeter Abweichung sind laut Rassestandard erlaubt. Dabei hat der Vierbeiner eine sportlich-schlanke Statur mit hohen Läufen und harmonischen Proportionen.

Der Kleine Münsterländer: ein talentierter Allrounder

Jägerinnen und Jäger schätzen den Münsti als vielseitigen und ehrgeizigen Partner: Er eignet sich für jeden jagdlichen Einsatz in Feld, Wald und Wasser und wird sowohl bei Einzel- als auch bei Gesellschaftsjagden verwendet. Daheim ist er ein ausgeglichener Kuschelpartner.

ein vorstehender Kleiner Münsterländer
Foto: Alexandra Hollstein/stock.adobe

Alternative Beschäftigungen zur Jagd

Als Nichtjäger wird man kaum umhin kommen, die Herkunft und die typische Arbeitsweise des feschen Schlappohrs genauer unter die Lupe zu nehmen, um ihn rassegerecht halten und beschäftigen zu können. Dazu gehören lange Waldspaziergänge und intensive Nasenarbeit. Auch Fährtenarbeit, Mantrailing, Zielobjektsuche und Rettungshundearbeit sind Tätigkeiten, bei denen sich die aktiven Hunde richtig ausleben können.

Zwei Farbschläge

Am häufigsten sind Rassevertreter in braun-weißer Jacke, denn das gescheckte Fell ist in Wald und Flur gut sichtbar. Der Kopf ist dabei immer braun, manchmal mit einer weißen Blesse. Als zweiter Farbschlag kommen Braunschimmel vor, die auch dunkler oder heller ausfallen können. Bei Welpen erscheinen die braun-getupften Fellpartien des Braunschimmels noch weiß. Aber die darunter liegende, dunklere Haut verrät bereits die spätere Fellfarbe.

Braunschimmel
Foto: Uta Schumann

Das vollständige Rasseportrait lest ihr in Ausgabe 01/20 von DER HUND!

Ursprungsland: Deutschland

Wesen: sehr intelligent, vielseitig, leichtführig, arbeitsfreudig, ausgeglichen, temperamentvoll, aufmerksam, willensstark, menschenfreundlich, bindet sich eng an seine Familie, meist sehr kinderfreundlich

Verwendung: Der Münsti ist ein sehr flexibler Jagdhund, der in fast jedem Gelände zurechtkommt. Er eignet sich als Stöberhund, Vorstehhund, zur Jagd auf Wasservögel, als Meutejagdhund und als Apportierhund. Wird er rassegerecht gehalten, erzogen und ausgelastet, ist er ein exzellenter Begleit- und Familienhund.

Besonderheiten: Nichtjäger sollten sich mit dem starken Jagdtrieb ihrer Hunde intensiv auseinandersetzen. Zudem sollten sie bereit sein, einen nicht unerheblichen Aufwand zu betreiben, um ihren Münsterländer angemessen zu beschäftigen.

Das Beitragsbild oben zeigt von links nach rechts die Hündinnen Aiki von Bärbel Hoppe und Bea vom Kleeblatt von Dr. Hans Fittje sowie den Rüden Lennox von Tanja Zemelka.

Zur Website des Verbandes für Kleine Münsterländer e.V. geht’s hier. 

Lena Schwarz

... ist auf dem Land aufgewachsen. In Augsburg studierte sie Anglistik, Amerikanistik und Deutsch als Fremdsprache. Bei DER HUND kann sie ihre Hundeliebe, Naturverbundenheit und Freude am Schreiben sowie Fotografieren vereinen.

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