Keine Lust auf Langeweile: alte Hunde beschäftigen

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Öfter mal neue Wege

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Alte Hunde, neue Wege

Abwechslungsreicher wird der tägliche Ausflug außerdem, wenn ihr öfter mal neue Wege geht. Ist dein Hund allerdings blind, solltest du nicht zu oft die Route ändern, sondern besser immer wieder zwischen mehreren, ihm bereits bekannten Wegen abwechseln. Das Gehen auf unterschiedlichen Untergründen hält ebenfalls fit und regt die Sinne an. Beachte dabei, dass Hunde mit Arthrose und Schmerzen im Bewegungsapparat generell besser auf weichen Böden wie Wiese, Feld, Wald oder Sand laufen. Übrigens: Es gibt mehrere Hundesportarten, die sich auch für alte Hunde gut eignen, Spaß machen und darüber hinaus Kopf und Körper fördern.

Trägt dein Senior gerne Dinge und ist er gesundheitlich noch in der Lage dazu, lockere doch eure Runden mit leichtem Apportieraufgaben auf. Lege ein Spielzeug oder anderes geeignetes Apportel beispielsweise auf einen Baumstumpf und lasse es dir auf Kommando bringen. Oder "verliere" etwas unterwegs (unbemerkt vom Hund), bleibe nach kurzer Zeit stehen und schicke deine ergraute Supernase zurück zur Suche. Denke dabei immer auch an Lob und Leckerlis. Die schmackhaften Belohnungen ziehst du von der Tagesration ab, damit Übergewicht keine Chance hat. Schimpfe deinen Hund andererseits nie, wenn etwas nicht so klappt: Perfektion ist absolut nebensächlich, wichtiger ist das einfache Erfolgserlebnis.

Beschäftigung für Wasserratten

Schwimmt dein Hund gerne, lasse ihn doch spezielles Neoprenspielzeug aus dem Wasser holen. Das gibt es im Fachhandel und online zu kaufen. Das Material ist sehr leicht und weich und eignet sich daher sehr gut für alte Hunde. Streue zwischendurch außerdem immer wieder kleine Gehorsamkeitsübungen ein. Du kannst auch Kunststückchen abfragen, die dein Hund früher bereits erlernt hat. Mute deinem Senior allerdings nur solche Dinge zu, die er auch noch sicher leisten kann. Schmerzhafte Verrenkungen solltet ihr bleiben lassen. Eine Verschnaufpause auf einer Bank darf zwischendurch natürlich nicht fehlen.

Am Wegesrand liegende, niedrige Baumstämme sind für noch agile, sportbegeisterte Hundesenioren tolle Hürden. Sind die Stämme breit genug, darf dein Vierbeiner auch darüber balancieren, denn das schult den Gleichgewichtssinn und stärkt die Muskulatur. Nutzt darüber hinaus hintereinander stehende Bäume für einen Slalom. Das für den Oldie unbemerkte Verstecken eines Leckerlis in einem Laub- oder Erdhaufen und die anschließende Suche danach garantieren ebenfalls viel Spaß. Stecke deinen Hund unterwegs an mit deiner guten Laune oder lass dich von seiner Ausgelassenheit mitreißen! Mit einer fröhlichen Einstellung und einer altersgerechten Beschäftigung tust du deinem Oldie auf jeden Fall etwas Gutes.

Bitte beachten ...

Bei Spaziergängen sind Regelmäßigkeit und Gleichmäßigkeit sehr wichtig, das heißt: Gehe mit Hundesenioren lieber mehrmals täglich eine halbe Stunde spazieren, als einmal am Tag ganz lang. Diese Kontinuität solltest du auch am Wochenende und im Urlaub beibehalten. Nötige deinen Hund außerdem nie zu einem Spiel, schließlich geht es nur um Spaß und Ausgeglichenheit. Nimm es deinem Hundesenior auch nicht krumm, wenn er mal keine Lust auf Gaudi hat. Möchte sich dein Hund allerdings völlig untypischerweise von heute auf morgen gar nicht mehr recht bewegen, suche besser einen Tierarzt auf.

Miriam Wirths

... arbeitet im Online-Team der DER HUND Website und an der » Facebook-Fanpage. Ihr absoluter Lieblingshund aus unserem Rasselexikon ist der » Kooikerhondje - werft doch gleich mal einen Blick auf den "alten Holländer".