Ruhige Hundesportarten: Bodenarbeit, Mobility, Rally Obedience

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Bei Bodenarbeit, Mobility und Rally Obedience ist Entschleunigung für Hund und Mensch angesagt. Bei diesen Beschäftigungen stehen die Gesundheit und das Zusammenspiel von  Körper und Köpfchen im Mittelpunkt. Wir stellen sie dir in Ausgabe 9/19 vor. Einiges Wichtige liest du schon hier. 

Bodenarbeit

Bei der Bodenarbeit lernen Hunde, ihre Beine und den ganzen Körper besser zu koordinieren. Neben der Selbstwahrnehmung profitieren auch Gleichgewicht, Trittsicherheit und Konzentration davon. Es geht darum, ruhig, achtsam und ohne Zeitdruck mit Hindernissen und Untergründen zu arbeiten. Zwei- und Vierbeiner schenken dabei aber auch Alltäglichem – wie Stehen und Gehen – Aufmerksamkeit.

Hündin geht über Stangen, die auf dem Boden liegen
Foto: L. Schwarz

Die Arbeit mit Cavalettis – auf dem Boden liegende Stangen, über die der Hund steigt – ist eine Art von Bodenarbeit. Am besten klappt’s auf ebenem, dichtem Rasen oder Sand. Als Cavaletti dienen zum Beispiel gekaufte Stangen, Besenstiele oder auch Poolnudeln.

Bei der Bodenarbeit gilt: Weniger ist mehr, der Hund soll überlegen und ausprobieren. Sie lässt sich fast überall üben und individuell anpassen.

Mobility

Die Grenzen zwischen Mobility und Bodenarbeit sind fließend. Bei beiden geht es darum, Körper und Köpfchen fit zu bekommen und zu halten. Beim Mobility sind Hund und Mensch allerdings in einem Parcours unterwegs.

Die Kraft- und Koordinationsübungen sind zu einem Großteil der Physiotherapie entlehnt. Ihr Ziel: den Bewegungsapparat in Schuss zu bringen und/oder zu halten.

Kleine Münsterländer-Hündin balanciert auf Gummi-Erdnuss
Foto: L. Schwarz

Für vier Gruppen von Hunden kann sich diese ruhige Sportart besonders lohnen:

  • Senioren
  • von Verletzungen und Problemen an Bewegungsapparat und Gelenken geplagte Hunde
  • Hibbelhunde, die bei dieser Beschäftigung lernen, herunterzufahren
  • unsichere Hunde, die über ein besseres Körpergefühl und Übungserfolge mehr Selbstvertrauen aufbauen

Rally Obedience

Hund und Mensch bewältigen gemeinsam einen aus Gehorsamkeitsübungen zusammengestellten Parcours. Kommunikation und Zusammenarbeit sind dabei die wichtigsten Stichworte.

Viele der Übungen, die Hund und Mensch in einer festgelegten Reihenfolge absolvieren, sind aus dem Hunde-Einmaleins und der Begleithundeprüfung bekannt. Zu Sitz, Platz, Steh und Abruf gesellen sich Richtungsänderungen und Tempowechsel, Slalomstrecken, Hürden und viele weitere Aufgaben.

Pudel-Hündin liegt auf Wiese, umgeben von Rally-Obedience-Schildern
Foto: L. Schwarz

Jeder Parcours beim Rally Obedience – kurz auch Rally-O oder RO genannt – ist einzigartig in der Zusammensetzung seiner Elemente. Somit lässt er sich prima an das Können und die körperlichen Gegebenheiten der Sportler anpassen. Im Mittelpunkt stehen immer das Miteinander und die Verständigung im Team.

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Lena Schwarz

... ist auf dem Land aufgewachsen. In Augsburg studierte sie Anglistik, Amerikanistik und Deutsch als Fremdsprache. Bei DER HUND kann sie ihre Hundeliebe, Naturverbundenheit und Freude am Schreiben sowie Fotografieren vereinen.

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