Hütehunde richtig beschäftigen – und entspannen

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Pausen und Entspannung

Umso mehr die Hunde an Programm geboten bekommen, umso stärker wächst ihre Erwartungshaltung. Gerade bei Hütehunden stellen viele den Anspruch an sich, ihren Vierbeiner besonders viel Aufmerksamkeit zu schenken. Das war nicht immer so: Hütehunde waren/sind nicht 24 Stunden mit Herden beschäftigt. Vielmehr wechselten/wechseln sie sich ab und bekamen/bekommen Ruhephasen. Das Hüten ist also ein Teilzeitjob und das Nichtstun gehört/e zum Alltag. Hütehunde brauchen kein durchgehendes Programm und in ihren Pausen den Menschen nicht als „Entertainer“. Marion Albers erklärt, dass auch heute die Ruhephase wichtig ist, um den Hunden gerecht zu werden.

Training und Pausen: wichtig für Hütehunde

Ein Wechsel von kurzen, aktiven Phasen mit Pausen sei – unabhängig davon, wieviel Hütehund in deinem Begleiter steckt – wichtig für dessen Ausgeglichenheit. Trainingseinheiten von 10 bis 15 Minuten sollten sich mit gleichlangen oder sogar etwas längeren Pausen abwechseln. Das darf dann gerne auch ein-, zweimal mehr so sein. Der Wechsel von kurzen, intensiven Phasen mit Ruhepausen kennzeichnete die ursprüngliche Arbeitsweise der Hunde und entspricht ihrem Charakter. Allerdings gilt: Manche Hütehunde neigen dazu, volle Energie in ihre Aktionen zu stecken – und dann auch leicht einmal zu überdrehten Wirbelwinden zu werden.

Die wichtigste Aufgabe für Halter besteht also darin, die richtigen Aufgaben zu finden, mit denen sie ihren Hund zwar fordern – aber nicht überfordern. Marion Albers charakterisiert vier Spieltypen, bei denen sie an das Temperament angepasste Beschäftigungen empfiehlt.

Lena Schwarz

… schnüffelt als Redakteurin für DER HUND durch die faszinierende Welt der Caniden, löchert Fachleute mit Fragen, trifft außergewöhnliche Vierbeiner und deren Menschen und teilt die Geschichten und Bilder online sowie im Printheft. Besonders gern ist sie mit Hund wandernd unterwegs.