Arthritis bedeutet Gelenkentzündung. Sie kann ein einzelnes Gelenk oder mehrere Gelenke betreffen und starke Schmerzen verursachen. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen infektiöser Arthritis, etwa durch Bakterien, und nicht infektiösen Formen, z. B. immunvermittelten Gelenkentzündungen.
Die Ursachen sind vielfältig. Bei einer infektiösen, auch septischen Arthritis gelangen Erreger in ein Gelenk. Das kann nach Bissverletzungen, tiefen Wunden, Operationen Injektionen oder durch Fremdkörper passieren. Seltener werden Erreger über die Blutbahn eingeschwemmt. Eine bakterielle Gelenkentzündung ist ernst: Sie kann Knorpel und Gelenk schnell schädigen und muss rasch tierärztlich behandelt werden.
Bei nicht infektiösen Formen steckt häufig eine fehlgeleitete Immunreaktion dahinter. Das Immunsystem löst dann Entzündungen in den Gelenken aus, oft an mehreren Gelenken gleichzeitig. Auch andere Erkrankungen, etwa zeckenübertragene Infektionen, chronische Entzündungen oder selten Tumorerkrankungen, können Gelenkentzündungen begünstigen. Arthrose ist dagegen eine chronische Gelenkabnutzung; sie kann entzündliche Schübe verursachen, ist aber nicht dasselbe wie Arthritis.
Symptome von Arthritis
Typisch sind Lahmheit, steifer Gang, Schmerzen beim Aufstehen, weniger Bewegungsfreude oder Probleme beim Treppensteigen. Ein betroffenes Gelenk kann geschwollen, warm und berührungsempfindlich sein. Bei immunvermittelten Formen wechseln die Lahmheiten manchmal zwischen verschiedenen Beinen. Bei infektiöser Arthritis wirken Hunde oft deutlich krank; Fieber, starke Schmerzen und plötzliches Nichtbelasten eines Beins sind Warnzeichen.
Diagnose und Behandlung
Bei Verdacht auf Arthritis sollte dein Hund tierärztlich untersucht werden. Je nach Befund können Blutuntersuchungen, Röntgen, Ultraschall oder eine Untersuchung der Gelenkflüssigkeit nötig sein. Die Behandlung hängt von der Ursache ab: Eine bakterielle Arthritis erfordert meist Antibiotika, Schmerztherapie und manchmal eine Spülung des Gelenks.
Immunvermittelte Formen werden mit entzündungshemmenden oder immunsuppressiven Medikamenten behandelt. Physiotherapie, kontrollierte Bewegung und Gewichtsmanagement helfen, Muskulatur und Beweglichkeit zu erhalten. Die Prognose ist je nach Ursache unterschiedlich; früh erkannt sind viele Formen gut behandelbar.
