5 Tipps: So spielst du richtig mit deinem Hund

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Mit dem Hund spielen, klingt zunächst einfach. Die meisten Hunde sind verspielt oder begeistern sich für irgendeine Art von Beschäftigung ganz besonders. Das herauszufinden, ist eure erste Aufgabe. Wie man einen Hund dann richtig motiviert und das Spielen richtig Spaß macht, zeigen die nachfolgenden 5 Tipps.

Jesse Reimann von Happyhunde

Ihr könnt beim Spielen mit euren Hunden auch einiges falsch machen. Manche Hunde haben dann keine Lust mehr, sind spielsauer oder reagieren pampig. Darum heißt der erste Tipp auch:

1. Finde heraus, was deinem Hund Spaß macht

Hunde sind verschieden, was die Vorzüge beim Spielen angeht. Die einen fetzen wie die Wilden herum und toben bis die Luft wegbleibt, andere lieben Intelligenzspiele, Fährtensuche oder zerlegen leidenschaftlich gerne Kaubälle und dergleichen. Eines ist klar: So wie wir Menschen hat auch jeder Hund seine Spezialgebiete. Hast du herausgefunden, wofür dein Hund brennt, kannst du ihn leichter motivieren, seine Persönlichkeit fördern und in passend zu seinem Typ auslasten.

Leckerli haben beim Lernen gewisser Spiele dabei durchaus eine Berechtigung. Trotzdem solltest du nicht mit Leckerli arbeiten, um den Hund zum Spielen zu bewegen. Das Spiel selbst und die damit verbundene Freude sollte die größte Belohnung sein.

Foto: Tatiana Rodriguez / unsplash.com

2. Spiele mit deinem Hund und nicht gegen ihn

Ein großer Fehler, den Menschen beim Spielen mit Tieren machen, ist, es zu einem „Wer gewinnt“ zu machen. Wir Menschen sind an Wettkampf, Rangeleien, Gewinnen und Siegergedanken gewöhnt. Manchmal sieht das auch bei Hunden so aus. Doch obwohl sich unsere vierbeinigen Freunde bis aufs Blut fetzen können, kennen Tiere das mentale Gegeneinander von uns Menschen nicht wirklich.

Beobachte dich mal: Willst du deinen Hund aus einer Überlegenheit heraus fordern und gewinnen oder sind deine Grundgedanken eine spielerische Kooperation und gemeinsame Freude an einem brüderlichen Spiel? Letzteres ist für beide Seiten ein Gewinn, ganz ohne einen Sieger küren zu müssen. Es bringt Euch als Team näher zueinander und macht – bestimmt auch dir – weniger Stress.

3. Vorsicht bei Rangelspielen

Tatsächlich werden viele Hunde von Menschen durch Dominanzgedanken und Kraftspiele regelrecht verdorben. Hast du einen Second-Hand-Hund oder das bisher falsch gemacht, solltest du das insbesondere bei schon dominant oder sauer auftretenden Hunden überdenken. Verzichte auf Rangel- und Ziehspiele. Lasse alles, was mit Kräftemessen zu tun hat und setzte stattdessen lieber auf Teamsport. Damit lenkst du deinem Hund auch mental in andere Bahnen – zur Freude für euch beide.

Achte auch darauf, zu hitzige oder sensible Hunde wie Australian Shepards, „Kampfhunderassen“ oder Windhunde nicht zu sehr anzuheizen. Das bekommt dem Kreislauf und der Psyche der Tiere überhaupt nicht.

Foto: Cynthia Smith / unsplash.com

4. Überfordere Welpen nicht

Welpen sind süß und manchmal wirkt es so, als wollten sie die ganze Zeit nur spielen. Doch dabei überfordern sich die Kleinen auch mal. Oder sie wollen dir gefallen und spielen deswegen weit über ihre Grenzen hinaus weiter.

Bei Welpen gelten Beschäftigungseinheiten von höchstens 15 Minuten und dann absolute Ruhe mit ungestörtem Rückzug ins Hundekissen.

Nach einem ausgedehnten Spiel kannst du auch gleich üben, deinen Hund alleine zu lassen und bei deiner Rückkehr ein neues Spiel- oder Schmusefest einzuläuten (das „Ich-geh-dann-mal-komme-aber-wieder-Spiel“). Achte darauf, dass dein Hund keinen Stress damit bekommt, dass du mal eben kurz weg bist, sondern einfach die Zeit nutzt zum Entspannen.

5. Sorge für Motivation und Freude

Es gibt Hunde, die spielen ihr Leben lang nur mit Bällen, Quietschtieren, Ziehknoten oder anderen favorisierten Hundespielsachen. Andere brauchen ständige Abwechslung und langweilen sich mit denselben Spielen schnell. Insbesondere Hütehunde, aber auch Retriever oder Collies sind wahre Intelligenzbestien, denen du ausgefeilte Spiele bieten musst. Probiere Neues (z.B. Treibball) schaffe aber nicht ständig neues Spielzeug heran, denn das kann ins Gegenteil wirken.

Du kannst „alte“ Spiele und Spielsachen auch immer wieder neu aufbereiten. Oder aber ihr sucht für euer Spiel immer neue Locations. Packt eure Hunde doch einfach in den Hundeanhänger und radelt vor die Tore eures Wohnortes, an einen See oder ein Flussufer. Mit der Hunde Frisbee oder ein paar Wurfbällen im Gepäck kann der Outdoor-Spiel-Spaß losgehen!

Toll sind für Hunde natürlich auch Hundespielgruppen oder eingezäunte Areale innerhalb der Stadt, wo sich Vierbeiner frei bewegen und miteinander spielen können.

Für viele Hunde ist das gemeinsame Spiel mit Artgenossen ebenso wichtig, wie das mit uns Menschen.