Feiiin gemacht! Welpen richtig belohnen

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Futter ist nicht alles

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Futter ist nicht alles

Tatsächlich ist für manche Hunde Spielen eine viel größere Belohnung als Fressen. Gerade wenn der Hund sich über längere Zeit konzentrieren musste, ist das Spiel eine willkommene Abwechslung, die das Training auflockert. Natürlich ist Spielen eine aufwändigere Belohnung, kann nicht überall sofort eingesetzt werden und erfordert ein gewisses Vortraining – immerhin muss der Halter wissen, welches Spiel der Hund mag, welches geeignet ist und so weiter. Tiertrainerin Anne Krüger dagegen setzt voll und ganz auf liebevolle Worte und Streicheleinheiten. Auf Futter und Spielzeug als Belohnung verzichtet sie ganz. In DER HUND 03/2015 erklärt sie: "Beides ist nur ein Dolmetscher. Ich verzichte auf Bestechung und Verführung. Die Leistung mit Lob zu würdigen, trägt mehr, als mit Futter dafür zu bezahlen.“ Doch auch hier gilt: Nur ein Hund, der Streicheleinheiten genießt und diese nicht immer und überall im Überfluss bekommt, empfindet sie auch als Lob. Das erkennen Sie daran, dass er sich mit dem Körper gegen Ihre Hand lehnt, wenn Sie ihn streicheln und er einen glasigen, verträumten Blick bekommt. Beliebte „Kraulstellen“ sind hinter den Ohren oder am Bauch. Genießt er es nicht, dreht er meist den Kopf weg.

Clickertraining mit Welpen

Das Training mit dem Clicker bietet sich schon bei den Kleinen an, da Welpen sehr schnell lernen. Sie sind in der Regel eifrig und begeistert bei der Sache, die klare, präzise Information des Clickers (prägnantes, immer gleich bleibendes Geräusch) können sie gut verarbeiten. Prinzipiell können Sie alles mit dem Clicker trainieren, was Sie dem Welpen sowieso beibringen müssen. An lockerer Leine laufen, Rückruf, Bleib – also alle Standardübungen. Achten Sie darauf, dass die Trainingseinheiten kurz sind, um den Kleinen nicht zu überfordern – eine Minute am Stück reicht völlig aus. Eher kontraproduktiv ist es, wenn Sie den Welpen für ruhiges Verhalten belohnen möchten. Liegt er zum Beispiel brav in seinem Körbchen, sprechen Sie ein ruhiges Lob aus. Mit dem Clicker holt man den Kleinen eventuell aus der Ruhe, obwohl man das gar nicht möchte. Denken Sie außerdem daran, den Clicker wirklich nur als Trainingsinstrument zu sehen und auch nur dann einzusetzen. Er ersetzt nicht die ganz normale, alltägliche Kommunikation mit dem Hund – auch wenn sich mit ihm schon im Welpenalter beachtliche Erfolge erzielen lassen.

Alexandra Dick

Miriam Wirths

... arbeitet im Online-Team der DER HUND Website und an der » Facebook-Fanpage. Ihr absoluter Lieblingshund aus unserem Rasselexikon ist der » Kooikerhondje - werft doch gleich mal einen Blick auf den "alten Holländer".