Sprechstunde mit Hunde-Erziehungsexpertin Christine Holst

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Mischlingshündin hat nachts Angst und schläft beim Frauchen

'’Liebe Frau Holst,

meine kleine Mischlingshündin (ca.5-8J) kommt aus Spanien. Sie kommt nachts zu mir, zittert und hat Angst. Ich beruhige sie, nehme sie mit ins Bett und es geht ihr viel besser. Dann wird sie agil und kaspert herum, was meine beiden Airedales höllisch nervt. Die Nächte sind sehr anstrengend. Ihr Herz ist absolut OK und ansonsten ist sie ein ganz glücklicher Hund. Ach ja, sie sieht "Gespenster" immer oben an der Decke. Im Bett versteckt sie ihren Kopf unter der Decke und im Wohnzimmer quetscht sie sich zwischen zwei Kissen. Ich verstehe ihr Verhalten einfach nicht.’’

Angelika v. D. mit Mischlingshündin Pauline (ca. 5-8 Jahre alt)

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Unsere Expertin: Hund muss lernen auf seinem Platz zu schlafen

Leider weiß ich nicht, seit wann Pauline bei Ihnen ist und ob sie dieses Verhalten von Anfang an gezeigt hat- respektive wie lange dieser Zustand bereits anhält und ob er sich verbessert oder verschlechtert hat.

Beruhigen kann auch schaden

Ich vermute jedoch, dass Sie mit Ihrer Art, Pauline zu beruhigen und sie dann ins Bett zu lassen, Ihre Hündin in ihrem Verhalten bestärkt haben. Zudem bekommt sie ja dann noch jede Menge Aufmerksamkeit von Ihnen. Pauline sollte lernen- wie sicher Ihre Airdales auch – auf ihrem Platz/ in ihrem Körbchen zu schlafen. Dies darf gerne in Ihrem Schlafzimmer stehen.

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Hündin braucht Ruhe und Konsequenz

Es mag sein, dass sich anfangs ihr Verhalten noch verstärken wird. Immerhin war sie aus ihrer Sicht damit erfolgreich. Aber ich denke, sie wird schnell lernen, dass sie sich auch in ihrem Körbchen sicher fühlen kann. Vorausgesetzt Sie bleiben ruhig und konsequent. Die ersten Nächte werden wahrscheinlich anstrengend sein. Jedoch am Ende wird Ihnen allen wieder er erholsamer Schlaf gegönnt sein. Analog würde ich den Gespenstern nicht all zu viel Beachtung schenken.  Zur Unterstützung bietet sich gegebenenfalls ein homöopathisches Mittel an. Dies wiederum würde ich mit einem Tierarzt oder Heilpraktiker besprechen.

Ich wünsche Ihnen wieder ruhige Nächte!

Ihre Christine Holst

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