Shih-Tzu

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Foto: Oliver Giel

Geschichte


In den buddhistischen Ländern, in Tibet und Japan, erzählt man: Buddha hatte einen kleinen Hund, der sich auf Befehl in einen Löwen verwandelte, auf dem Buddha reiten konnte. Diese kleinen „Löwen Buddhas“ waren „heilige Hunde“, sie lebten als Wächter in tibetischen Klöstern. Dort entwickelten sie auch – wie es heißt – ihr typisches Äußeres und ihr Wesen: Sie brauchten ein dichtes Fell gegen das kalte Klima. Sie mussten klein sein, um in die Enge der Klöster zu passen. Sie mussten ruhig sein, damit sie den klösterlichen Frieden nicht störten. Doch sie gehörten immer mit in diese klösterliche Welt: Man hielt sie nämlich für wiedergeborene Mönche, die in ihrem menschlichen Leben ein wenig zu aufmüpfig gewesen waren und die deshalb nicht als Menschen, sondern als Hunde wiedergeboren wurden. So sollen sie zwar weise sein wie Mönche, aber doch ein bisschen eigen willig, aufmüpfig … Diese „heiligen Löwenhunde“ schickte man, so sagt die Legende, auch als Geschenk an den Kaiser von China. Der überließ sie seinen Frauen und Eunuchen. Diese kreuzten die wenigen „Buddha-Löwen“ mit den ansässigen Palasthunden, den Pekingesen, und daraus entstand dann der Shih-Tzu.

Charakter


Ein Shih-Tzu soll vom Wesen her „intelligent, lebhaft und aufmerksam, freundlich und unabhängig“ sein. Wer Zähne zeigt oder Angst, der darf nicht in die Zucht.Ein „besseres Gehör“ als andere Hunde, wie man immer wieder lesen kann, hat er allerdings nicht. Er ist „nur“ ein intelligentes Kerlchen: Er weiß, dass er ein kleiner Hund ist. Und er akzeptiert das auch, einfach so, ganz „arrogant“. Er schmeißt sich in kein Getümmel. Er sagt, wenn was kommt, einfach den Großen drum herum Bescheid … und lässt seinen Menschen die Dinge regeln. Der Hauptunterschied zwischen den chinesischen Löwenhündchen und anderen (meist stehohrigen) Zwerghundrassen liegt deshalb auch darin: Ein Shih-Tzu reagiert zwar auch auf jede neue Situation sofort „aufmerksam“ und „lebhaft“. Aber er schlägt dann keinen Krach, er muss niemandem beweisen, wie groß er ist. Er behält höflich-freundlich die Contenance, er bleibt cool … und er erwartet das auch von seinem Gegenüber. Ein Shih-Tzu ist heute immer noch ein zuverlässiger Wächter und ruhiger Begleiter. Er kläfft nicht, jagt nicht, rauft nicht. Er findet sich in jedem Appartement in jeder Stadt zurecht, braucht keinen großen Auslauf und ist dabei doch immer guter Laune. Aber „pflegeleicht“, das ist er nicht. Im Gegenteil.

Körperbau


Der Shih-Tzu, so beschreibt ihn der Standard, ist ein „robuster, reichlich behaarter Hund mit deutlich arroganter Haltung“, „chrysanthemenartigem Gesicht“ und dichtbehaarten langen „Hängeohren“. Das chrysanthemenartige Aussehen „entsteht durch das Haar, welches auf dem Nasenrücken nach oben wächst.“ Und auf die „arrogante Haltung“ legen die Züchter großen Wert.

Fell und Farbe


Damit sich ein Shih-Tzu wohlfühlen und gute Laune verbreiten kann, braucht er jemanden, der ihm täglich sein kaiserliches Löwenfell pflegt, kämmt, bürstet. Dieser Jemand, das kann nur sein Halter sein. Wer also vorhat, sich einen Palastlöwen ins Haus zu holen, der sollte sich erst einmal vom Züchter ausführlich zeigen lassen, wie man einen ausgewachsenen Langhaarlöwen pflegt. Er sollte das auch gleich bei seinem noch (fast) pflegeleichten Wuschel welpen täglich üben: erst die Pfötchen, dann die Beine, der Bauch, der Rücken, der Kopf, das Chrysanthemen-Gesicht. Diese tägliche, aufwendige Prozedur von Anfang an zu üben, bietet nämlich Vorteile und hilft fast automatisch bei der Erziehung des Junghundes: Ist der von Anfang an an diese Prozedur gewöhnt, dann lernt er auch von ganz allein, dass es besser ist, sich einmal kurzfristig unterzuordnen, still zu halten, sonst ziept’s. So lernt er auch, dass diese Unterordnung „gut“ ist: Er kann danach besser gucken, besser laufen, fühlt sich wohler in seinem Fell und bekommt dafür noch ganz viel Zuwendung und Zeit geschenkt.


Foto: Oliver Giel

Rassefakten auf einen Blick


Gewicht: 2 bis 8 kg

Größe: 27 cm

Ø Lebenserwartung: 10 bis 16 Jahre

freundlich
bellen kaum
Fellpflege
eigensinnig

Foto: Oliver Giel

Foto: Oliver Giel


Foto: Oliver Giel

Geschichte


In den buddhistischen Ländern, in Tibet und Japan, erzählt man: Buddha hatte einen kleinen Hund, der sich auf Befehl in einen Löwen verwandelte, auf dem Buddha reiten konnte. Diese kleinen „Löwen Buddhas“ waren „heilige Hunde“, sie lebten als Wächter in tibetischen Klöstern. Dort entwickelten sie auch – wie es heißt – ihr typisches Äußeres und ihr Wesen: Sie brauchten ein dichtes Fell gegen das kalte Klima. Sie mussten klein sein, um in die Enge der Klöster zu passen. Sie mussten ruhig sein, damit sie den klösterlichen Frieden nicht störten. Doch sie gehörten immer mit in diese klösterliche Welt: Man hielt sie nämlich für wiedergeborene Mönche, die in ihrem menschlichen Leben ein wenig zu aufmüpfig gewesen waren und die deshalb nicht als Menschen, sondern als Hunde wiedergeboren wurden. So sollen sie zwar weise sein wie Mönche, aber doch ein bisschen eigen willig, aufmüpfig … Diese „heiligen Löwenhunde“ schickte man, so sagt die Legende, auch als Geschenk an den Kaiser von China. Der überließ sie seinen Frauen und Eunuchen. Diese kreuzten die wenigen „Buddha-Löwen“ mit den ansässigen Palasthunden, den Pekingesen, und daraus entstand dann der Shih-Tzu.


Foto: Oliver Giel

Charakter


Ein Shih-Tzu soll vom Wesen her „intelligent, lebhaft und aufmerksam, freundlich und unabhängig“ sein. Wer Zähne zeigt oder Angst, der darf nicht in die Zucht.Ein „besseres Gehör“ als andere Hunde, wie man immer wieder lesen kann, hat er allerdings nicht. Er ist „nur“ ein intelligentes Kerlchen: Er weiß, dass er ein kleiner Hund ist. Und er akzeptiert das auch, einfach so, ganz „arrogant“. Er schmeißt sich in kein Getümmel. Er sagt, wenn was kommt, einfach den Großen drum herum Bescheid … und lässt seinen Menschen die Dinge regeln. Der Hauptunterschied zwischen den chinesischen Löwenhündchen und anderen (meist stehohrigen) Zwerghundrassen liegt deshalb auch darin: Ein Shih-Tzu reagiert zwar auch auf jede neue Situation sofort „aufmerksam“ und „lebhaft“. Aber er schlägt dann keinen Krach, er muss niemandem beweisen, wie groß er ist. Er behält höflich-freundlich die Contenance, er bleibt cool … und er erwartet das auch von seinem Gegenüber. Ein Shih-Tzu ist heute immer noch ein zuverlässiger Wächter und ruhiger Begleiter. Er kläfft nicht, jagt nicht, rauft nicht. Er findet sich in jedem Appartement in jeder Stadt zurecht, braucht keinen großen Auslauf und ist dabei doch immer guter Laune. Aber „pflegeleicht“, das ist er nicht. Im Gegenteil.


Foto: Oliver Giel

Körperbau


Der Shih-Tzu, so beschreibt ihn der Standard, ist ein „robuster, reichlich behaarter Hund mit deutlich arroganter Haltung“, „chrysanthemenartigem Gesicht“ und dichtbehaarten langen „Hängeohren“. Das chrysanthemenartige Aussehen „entsteht durch das Haar, welches auf dem Nasenrücken nach oben wächst.“ Und auf die „arrogante Haltung“ legen die Züchter großen Wert.

Fell und Farbe


Damit sich ein Shih-Tzu wohlfühlen und gute Laune verbreiten kann, braucht er jemanden, der ihm täglich sein kaiserliches Löwenfell pflegt, kämmt, bürstet. Dieser Jemand, das kann nur sein Halter sein. Wer also vorhat, sich einen Palastlöwen ins Haus zu holen, der sollte sich erst einmal vom Züchter ausführlich zeigen lassen, wie man einen ausgewachsenen Langhaarlöwen pflegt. Er sollte das auch gleich bei seinem noch (fast) pflegeleichten Wuschel welpen täglich üben: erst die Pfötchen, dann die Beine, der Bauch, der Rücken, der Kopf, das Chrysanthemen-Gesicht. Diese tägliche, aufwendige Prozedur von Anfang an zu üben, bietet nämlich Vorteile und hilft fast automatisch bei der Erziehung des Junghundes: Ist der von Anfang an an diese Prozedur gewöhnt, dann lernt er auch von ganz allein, dass es besser ist, sich einmal kurzfristig unterzuordnen, still zu halten, sonst ziept’s. So lernt er auch, dass diese Unterordnung „gut“ ist: Er kann danach besser gucken, besser laufen, fühlt sich wohler in seinem Fell und bekommt dafür noch ganz viel Zuwendung und Zeit geschenkt.

Rassefakten auf einen Blick


Gewicht: 2 bis 8 kg

Größe: 27 cm

Ø Lebenserwartung: 10 bis 16 Jahre

freundlich
bellen kaum
Fellpflege
eigensinnig

Foto: Oliver Giel

Foto: Oliver Giel


Foto: Oliver Giel

Miriam Wirths

… arbeitet im Online-Team der DER HUND Website und an der » Facebook-Fanpage. Ihr absoluter Lieblingshund aus unserem Rasselexikon ist der » Kooikerhondje – werft doch gleich mal einen Blick auf den „alten Holländer“.

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