Schlanke Hunde leben länger – Tipps zum Reduzieren oder Halten des Gewichts

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Futter zuteilen, Leckerchen abziehen

Bei Hunden ist eine beschränkte Fütterung mit genau abgewogenen Tagesrationen zu empfehlen. Der freie Zugang zum Futter, auch Ad-Libitum-Fütterung genannt, kann zu einer übermäßigen Futteraufnahme führen. Der Wunsch, dem vierbeinigen Liebling ab und zu eine Futterbelohnung zu geben und Trockenfutter am liebsten zur „Selbstbedienung“ zur Verfügung zu stellen, ist zwar verständlich. Hundehalter sollten hierbei jedoch den Tagesenergiebedarf ihres Hundes im Auge behalten. Leider regulieren die wenigstens Hunde ihre Futteraufnahme gemäß ihres Energiebedarfs. Da ihr Magen außerordentlich dehnbar ist, können viele Hunde problemlos ein Mehrfaches ihres Tagesbedarfs verdrücken, ohne Anzeichen einer Sättigung zu zeigen.

Die Gabe von Leckerlis oder Snacks zu Belohnungs- und Erziehungszwecken ist für die meisten Hundehalter unverzichtbar. Der Kaloriengehalt der Snacks sollte ihnen jedoch bekannt sein und die Tagesfuttermenge entsprechend gekürzt werden. Um die Ausgewogenheit der täglichen Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen nicht zu gefährden, sollten die Snacks nicht mehr als fünf Prozent der Energieaufnahme ausmachen.

Mehr Kalorien als nötig

Hunde werden übergewichtig, wenn sie über einen längeren Zeitraum mehr Energie aufnehmen, als sie verbrauchen. Prinzipiell können unsere Vierbeiner ihre Nahrungsaufnahme so regulieren, dass sie ihr Körpergewicht konstant auf einem „Sollwert“ (Normalgewicht) halten. Diese Fähigkeit zur Selbstregulation der Futteraufnahme ist jedoch bei vielen Hunden nicht mehr ausgeprägt. Außerdem können zahlreiche „Störfaktoren“ zu einer übermäßigen Futteraufnahme beitragen, beispielsweise extrem schmackhaftes Futter, unbewusstes „Belohnen“ von gierigem Fressverhalten durch den Hundehalter oder auch Futterneid.

Berechnungen der Tagesfuttermenge stellen immer nur einen groben Richtwert dar. Der tatsächliche Energiebedarf eines Hundes kann vom errechneten Wert bis zu 50 Prozent (!) abweichen. Daher ist es wichtig, den Hund bei jeder Änderung der Fütterung zunächst wieder wöchentlich zu wiegen, bis feststeht, ob er mit der kalkulierten Tagesration sein Normalgewicht hält. Davon ist auszugehen, wenn das Körpergewicht über circa vier bis sechs Wiegetermine hinweg konstant bleibt. Gewichtsschwankungen von bis zu fünf Prozent sind dabei zu tolerieren.

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Miriam Wirths

... arbeitet im Online-Team der DER HUND Website und an der » Facebook-Fanpage. Ihr absoluter Lieblingshund aus unserem Rasselexikon ist der » Kooikerhondje - werft doch gleich mal einen Blick auf den "alten Holländer".