Schilddrüse und Verhalten

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Blutuntersuchung und Auswertung

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Blutuntersuchung und Auswertung

Genau das ist aber nicht ganz einfach nachzuweisen. Mit Hilfe einer Blutuntersuchung wird das Schilddrüsenhormon Thyroxin gemessen. Eine subklinische Schilddrüsenunterfunktion ergibt hier Werte, die im unteren Bereich der Norm liegen, also offiziell "in Ordnung" sind. Das ist auch der Grund warum diese subklinische Störung lange Zeit kontrovers diskutiert wurde. Erst in den letzten Jahren bildete sich eine Art Konsens darüber, wie die Werte im unteren Normbereich interpretiert werden sollten. Tierärzte gehen nun mehr und mehr dazu über, bei verhaltensauffälligen Hunden auch ein Schilddrüsenprofil erstellen zu lassen, interpretieren die Befunde aber mit besonderer Vorsicht. Gibt diese Untersuchung Hinweise auf einen möglichen Mangel, kann ein Therapieversuch zeigen, ob der Hund von der Erkrankung betroffen ist.

Auslöser eines Hormonmangels

Ursache für den Mangel an Schilddrüsenhormonen ist in den weitaus meisten Fällen eine Autoimmunerkrankung, bei der das körpereigene Immunsystem des Hundes Zellen der Schilddrüse angreift. Dadurch kann das Organ nicht mehr genug von dem Schilddrüsenhormon Thyroxin bilden und ausschütten. Thyroxin dient vor allem dazu, den Stoffwechsel anzuregen. Bei einem deutlichen Mangel werden betroffene Tiere daher träge und antriebslos. Wie genau es zu dem eher umgekehrten Effekt mit Nervosität, Aggression und Unberechenbarkeit kommt, wenn die Thyroxin-Werte am unteren Normbereich liegen, ist nicht geklärt.

Miriam Wirths

... arbeitet im Online-Team der DER HUND Website und an der » Facebook-Fanpage. Ihr absoluter Lieblingshund aus unserem Rasselexikon ist der » Kooikerhondje - werft doch gleich mal einen Blick auf den "alten Holländer".