Schädel des Hundes: Formen hängen mit Genmutationen zusammen

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Wie kurz der Schädel und damit auch die Schnauze bei Hunden wie Möpsen und Bulldoggen sind, hängt mit einer genetischen Mutation zusammen. Das haben Forscher der Universität Edinburgh herausgefunden.

Schädel und DNA-Proben

Das Team analysierte DNA-Proben und dreidimensionale Bilder der Schädel von 291 Rassehunden und 83 Mischlingen. Dafür verwendeten sie einen Computertomographen. Mit dessen Hilfe konnten die Kopfformen genau vermessen werden. Die Hunde befanden sich bereits in tierärztlicher Behandlung und benötigten dafür das bildgebende Verfahren.

Bei der Computertomografie durchdringen Röntgenstrahlen den Körper. Organe und Knochen schwächen diese in unterschiedlichem Maße ab. Ein Computer berechnet aus den gesammelten Daten Querschnittaufnahmen des Patienten.

Ein Gen fiel besonders auf

Die schottischen Wissenschaftler verglichen die Erbinformationen der Hunde mit deren Schädelmaßen und konnten dabei Unterschiede der Kopfformen DNA-Unterschieden zuordnen.

Bei brachyzephalen Rassen, also Hunden mit kurzen Schnauzen, war die Aktivität des Gens SMOC2 gestört. Die Studie erschien in der Zeitschrift Current Biology.

Quelle: Science Daily

Hier kannst du die komplette Studie auf Englisch lesen.

Lena Schwarz

… schnüffelt als Redakteurin für DER HUND durch die faszinierende Welt der Caniden, löchert Fachleute mit Fragen, trifft außergewöhnliche Vierbeiner und deren Menschen und teilt die Geschichten und Bilder online sowie im Printheft. Besonders gern ist sie mit Hund wandernd unterwegs.