Urlaubsguide Skandinavien: Norwegen mit Hund

In Norwegen erwartet dich und deinen Hund das ganz große Abenteuer. Wild-romantische Natur, spektakuläre Fjorde, atemberaubende Gebirge– unsere Autorin Julia Elling stellt in Ausgabe 2/2019 die schönsten Orte vor – mit vielen Insider-Tipps! Einen Ausschnitt liest du hier.

Norwegen ist überall faszinierend. Der „Aaah“- und-„Oooh“-Faktor rangiert stets kurz vor der Verzückungsohnmacht. Wer nur begrenzt Zeit hat, sieht sich am besten den abwechslungsreichen Süden an. Die quirlige Hafenstadt Kristiansand ist für viele das Tor zu Norwegen, denn dort legen die Schnellfähren aus Dänemark an.

Ideal für den ersten Spaziergang sind der Kristiansand Kommuneskog und die ehemals militärisch genutzte Felseninsel Odderøya. Dort sind auch viele norwegische Hundehalter unterwegs. Wer noch Zeckenmittel oder Hundezubehör braucht, sollte die Tierklinik Kristiansand mit ihrem angeschlossenen Tierfachgeschäft besuchen.

Von Kristiansand sind es knappe anderthalb Stunden Autofahrt zu Norwegens Südkap. Viele behaupten, das liebliche Südkap mit dem historischen Leuchtturm Lindesnes und den aussichtsreichen Wanderpfaden sei reizvoller als sein berühmter Bruder 1.682 Kilometer weiter nördlich. Die kuriosen Brufjell-Höhlen an der Küste bei Flekkefjord bieten einen fantastischen Meerblick.

In zwei Autostunden ist von Kristiansand aus das beliebte Wandergebiet Setesdal zu erreichen. Setesdalsheiene ist das südlichste Berggebiet Norwegens, mit schroffen Hochebenen, grünen Tälern und rauschenden Flüssen. Auf über 250 Kilometern markierter Wanderwege sind gemütliche Runden mit Hund ebenso möglich wie ausgedehnte Mehrtagestouren. Achtung – hier leben schon die ersten Rentiere!

Für Abenteurer: Inseln im Nordmeer

Ein unvergessliches Erlebnis ist eine Reise jenseits des Polarkreises auf die norwegischen Inseln Lofoten, Vesterålen und Senja. Dort scheint im Sommer die Mitternachtssonne auf Berge und Strände herab. Im Frühjahr, Herbst und Winter tauchen tanzende Polarlichter den Nachthimmel in leuchtende Farben. Mit etwas Glück siehst du Buckel- und Schwertwale durch die Fjorde pflügen. Die Anreise ist mit rund 2.000 Kilometern ab Kristiansand ein Abenteuer für sich. Sie führt durch fast ganz Norwegen – doch der Zauber der Inseln im Nordmeer ist jede Mühe wert.

Nordlicht in Norwegen

Aurora borealis in Senja

Fotos: Lena Schwarz

Darauf sollten Norwegen-Reisende mit Hunden noch achten

Wer mit seinem Hund in Norwegen Urlaub macht, ist für gewöhnlich im Auto oder Wohnmobil unterwegs. Wollt ihr doch einmal Zug fahren, ist auch das möglich. Für alle Hunde, die weniger als 40 Zentimeter hoch sind (an der Schulter gemessen) müsst ihr keine Fahrkarte kaufen. Das gilt auch für Blindenführhunde. Alle Hunde, welche die 40-Zentimeter-Marke überschreiten, brauchen ein Ticket. In den norwegischen Zügen gibt es Sitzplätze, vor denen mehr Platz ist, damit sich dort ein Hund hinlegen kann.

Denkt daran, auf jeden Fall den blauen EU-Heimtierausweis mitzunehmen. Eure Hunde müssen zudem einen Mikrochip haben und alle vorgeschriebenen Behandlungen, zum Beispiel gegen Bandwürmer. Und wie für jeden anderen Urlaub gilt zudem: Es ist sinnvoll, eine Haftpflichtversicherung für Hundehalter zu haben. Geht etwa auf einer Fähre in der Kabine oder in einem Ferienhaus etwas zu Bruch, bekommt ihr Unterstützung.

Norwegen: Welche Reisezeit ist die richtige für mich?

Im Sommer ist Norwegen grün und das Wetter am mildesten. Touristische Angebote und Fährstrecken haben durchweg geöffnet. Insbesondere an Touristen-Hotspots kann es sehr lebhaft zugehen. Die Preise der meisten Angebote sind hoch.

Im Frühjahr und Herbst haben viele Angebote geöffnet, es sind aber weniger Touristen unterwegs. Die Preise sind oft moderater. Im Frühjahr liegt vielerorts Schnee. Im Herbst lässt es sich herrlich wandern. Häufig gibt es noch lange Schönwetterperioden. s kann aber auch stürmisch und nass werden. Ein früher Wintereinbruch kann vorkommen.

Im Winter locken Wintersportangebote und gemütlicher Hüttenurlaub. Viele Wanderwege zu Touristen-Attraktionen sind nicht begehbar, einige Straßen gesperrt. Eine ordentliche Winterausrüstung für Mensch, Tier und Auto ist Pflicht.

Viele weitere Tipps zum Nördlichen Süd-Norwegen, zu Westnorwegen und zu Ostnorwegen, liest du in Ausgabe 02/2019. Der Artikel enthält auch einen Hundeknigge und Benimmregeln für Norwegen sowie Infos über Anreisemöglichkeiten.
Leser unsers ePapers erhalten zusätzliche Informationen über10 Freizeitmöglichkeiten in Norwegen. DER HUND Club-Mitglieder haben zudem Zugriff auf Tipps zum Wandern mit Hund in Norwegen und Infos über Ferienunterkünfte für Reisende mit Hunden. Hier gibt’s mehr Infos über den DER HUND Club.

Lena Schwarz

... ist auf dem Land aufgewachsen. In Augsburg studierte sie Anglistik, Amerikanistik und Deutsch als Fremdsprache. Bei DER HUND kann sie ihre Hundeliebe, Naturverbundenheit und Freude am Schreiben sowie Fotografieren vereinen.

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