Mantrailing als Therapie

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An dem Begriff „Mantrailing“ kommt man als Hundehalter momentan nicht mehr vorbei. Das Verfolgen der Spur eines bestimmten Menschen, dessen Geruch der Hund zuvor anhand eines Gegenstandes, z.B. ein getragenes Kleidungsstück, aufgenommen hat, hat sich inzwischen als beliebtes Beschäftigungsmodell für Hunde jeder Rasse und jeden Alters etabliert.

Neben dem Aspekt der sinnvollen Auslastung, sollte ein ganz wichtiger Nebeneffekt des Trailens nicht außer Acht gelassen werden: es bietet überaus viele Möglichkeiten, auf Themen wie Ängstlichkeit, Hyperaktivität und gesteigerte Aggressivität speziell einzugehen.

Großen Erfolg erzielt man im Besonderen bei Hunden, die unsicher oder ängstlich auf bestimmte Umweltreize, wie Straßenlärm oder fremde Menschen reagieren. Gerade Hunde, die aus dem Ausland kommen, haben oft enorme Probleme, sich in ihrem neuen Leben zu recht zu finden. Einige haben zuvor schlechte bis überhaupt keine Erfahrungen mit Menschen gemacht und müssen erst lernen zu vertrauen. Neue, unbekannte Eindrücke einer Großstadt tun dann ihr übriges.

Vierbeiner, die unsicher durchs Leben gehen, entwickeln häufig angst-aggressives Verhalten an der Leine oder auch zu Hause/im Garten. Ganz nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ versuchen sie durch lautstarkes Bellen andere Hunde und/oder Personen fern zu halten. An harmonische Spaziergänge oder Besuch ist dann nicht mehr zu denken.

Mehr in Ausgabe 4 / 2014  von DER HUND!

Miriam Wirths

... arbeitet im Online-Team der DER HUND Website und an der » Facebook-Fanpage. Ihr absoluter Lieblingshund aus unserem Rasselexikon ist der » Kooikerhondje - werft doch gleich mal einen Blick auf den "alten Holländer".

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