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Eine Kehlkopfentzündung (Laryngitis) kann beim Hund akut oder chronisch auftreten. Häufig ist sie gut behandelbar. Trotzdem sollten wir sie ernst nehmen: Schwillt der Kehlkopf stark an oder bekommt der Hund schlecht Luft, kann die Erkrankung zum Notfall werden.
Der Kehlkopf sitzt im Hals am Übergang von Rachen zu Luftröhre. Er ist wichtig für Atmung, Schlucken und Stimme. Beim Schlucken hilft er, die Atemwege zu schützen, damit Futter und Wasser nicht in die Luftröhre gelangen. Außerdem entstehen hier Laute wie Bellen, Winseln oder Knurren. Ist der Kehlkopf gereizt oder entzündet, kann das Husten, Heiserkeit und Atemgeräusche auslösen.
Ursachen einer Kehlkopfentzündung
Eine Laryngitis entsteht oft im Zusammenhang mit Infektionen der oberen Atemwege, z. B. bei ansteckender Tracheobronchitis. Auch Rauch, Staub, reizende Gase, starke Duftstoffe, Allergien, Fremdkörper, häufiges oder langes Bellen, Zug am Halsband, Erbrechen, Reflux oder Probleme beim Schlucken können den Kehlkopf reizen. Chronische Beschwerden sollten genauer abgeklärt werden, denn auch Kehlkopflähmung, Trachealkollaps oder andere Atemwegserkrankungen können ähnlich wirken.
Symptome einer Kehlkopfentzündung
Typisch sind trockener, rauer oder anfallsartiger Husten, Würgen, Räuspern, Schluckbeschwerden und eine veränderte Stimme: Das Bellen klingt heiser, leiser oder bricht ab. Kalte Luft, Aufregung, Zug am Halsband oder Fressen können die Beschwerden verstärken. Bei infektiösen Ursachen können Fieber und Mattigkeit dazukommen. Warnzeichen sind pfeifende oder laute Atmung, sichtbare Atemnot, blasse oder bläuliche Schleimhäute und starke Schwäche. Dann muss der Hund sofort tierärztlich versorgt werden.
Behandlung einer Kehlkopfentzündung
Bei Verdacht sollte die Tierärztin oder der Tierarzt den Hund untersuchen und andere Ursachen für Husten oder Atemgeräusche ausschließen. Je nach Fall können Abhören, Röntgen, Laboruntersuchungen oder eine Kehlkopfuntersuchung nötig sein. Behandelt wird die Ursache: Ruhe, reizstoffarme Luft, ein Brustgeschirr statt Halsband und ausreichend Flüssigkeit helfen oft zusätzlich. Entzündungshemmende Mittel oder Hustenmedikamente können sinnvoll sein, sollten aber nur tierärztlich gegeben werden. Antibiotika sind nur bei bakterieller Infektion nötig. Akute Fälle bessern sich häufig rasch, chronische Beschwerden erfordern eine längere Behandlung.
