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Gelegentliches Kratzen ist beim Hund normal. Wird es aber häufiger, leckt er sich, knabbert oder reibt sich, solltest du genauer hinschauen. Juckreiz kann auf Parasiten, Allergien, Hautinfektionen oder andere Erkrankungen hinweisen. Rötungen, Schuppen, kahle Stellen, Krusten oder ein unangenehmer Geruch sind klare Signale, dass die Haut Unterstützung braucht.
Häufige Auslöser von Juckreiz sind Flöhe, Milben oder andere Parasiten. Schon einzelne Flohbisse können bei einer Flohspeichelallergie starken Juckreiz verursachen. Auch Allergien spielen eine große Rolle: Hunde können auf Umweltallergene wie Pollen, Hausstaubmilben oder Schimmelpilze reagieren, seltener auch auf bestimmte Futterbestandteile. Bakterien und Hefepilze, z. B. Malassezien, verschlimmern Juckreiz oft zusätzlich, besonders wenn die Hautbarriere bereits geschädigt ist. Stress, Schmerzen oder Langeweile können Lecken und Knabbern verstärken, trotzdem sollten zuerst medizinische Ursachen abgeklärt werden.
So zeigt sich Juckreiz
Juckreiz führt nicht nur dazu, dass Hunde sich kratzen. Viele lecken ihre Pfoten, knabbern an Beinen oder Rute, reiben das Gesicht am Teppich oder schütteln häufig den Kopf. Typische Hautveränderungen sind Rötungen, Schuppen, Pusteln, Krusten, nässende Stellen, Haarausfall oder dunkler verfärbte Haut. Auch wiederkehrende Ohrenentzündungen können mit Allergien zusammenhängen. Starker Juckreiz stört Schlaf und Erholung und sollte nicht ausgesessen werden.
Juckreiz behandeln
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Die Tierärztin oder der Tierarzt sucht z. B. nach Flöhen, Milben, Hautinfektionen oder Allergien. Je nach Befund helfen Parasitenmittel, medizinische Shampoos, Ohr- oder Hautbehandlungen, Antibiotika oder Antipilzmittel. Bei Allergien können Medikamente gegen Juckreiz, entzündungshemmende Mittel oder eine Hyposensibilisierung sinnvoll sein. Eine Futtermittelallergie lässt sich zuverlässig nur über eine strenge Ausschlussdiät prüfen. Bitte gib keine Hausmittel oder Humanmedikamente ohne Rücksprache.
