Hunde-Sicherheit im Alltag

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Das Leben als Hund ist ganz schön gefährlich. Unsere Sofawölfe sind zwar vor harten Wintern und den Unbilden des Wetters geschützt, aber dafür lauern allerlei andere Risiken im Alltag eines Haushundes. Doch wir können vorsorgen.

Die ersten Vorkehrungen zur Gesunderhaltung eines Hundes treffen Hundehalter am besten, bevor der Vierbeiner überhaupt erst eingezogen ist: Zum einen natürlich durch gründliche Information über alle relevanten Themen der Hundehaltung durch Literatur, Hundeschule und Tierarzt. Zum anderen aber auch, indem sie dafür sorgen, dass in den heimischen vier Wänden keine unerkannten Gefahren für den Familienzuwachs lauern. Denn viele Hunde-Unfälle geschehen im häuslichen Bereich.

Hunde-Sicherheit Zuhause

Betrachtet Euer Zuhause einmal aus Hundeaugen. Was für uns gemütlich ist, kann für Hunde riskant werden. Die schwere Deko-Schale auf dem Tisch kann den Hund teuer zu stehen kommen, wenn er völlig fasziniert und leider weniger vorsichtig mit den Fransen der Tischdecke spielt.
Insbesondere bei jungen Hunden sollte darauf geachtet werden, dass keine Dinge umherliegen oder stehen, die den Hund durch Umwerfen, Ankauen oder Verschlucken verletzen können.

Doch nicht nur in den eigenen vier Wänden lauern Gefahren. Den Zusammenprall mit einem Kleinwagen übersteht der Hund garantiert nicht unbeschadet, und so mancher Hund hat sich schon nach einer lustigen Hatz mit einem Hasen urplötzlich einer Jägerflinte gegenüber gesehen. Natürlich kann niemand seinen Hund in Watte packen oder zuhause einschließen. Doch es gibt auch Möglichkeiten, seinem Hund unterwegs den größtmöglichen Schutz zu bieten.

Hunde-Sicherheit durch Sozialisation

Insbesondere ist die Sozialisation des Hundes dafür entscheidend. Ein Hund, dessen Mensch ihn rechtzeitig an alle Umweltreize gewöhnt hat, reagiert in den meisten Situationen gelassen und kontrollierbar. Er stürmt nicht panisch davon, wenn der Eiswagen bimmelt oder ein Motorad lautstark vorbeidüst. Und er behält auch in kritischen Situationen eher die Ruhe.
Natürlich sollten wir es mit der Sozialisation nicht übertreiben: Freizeitstress belastet auch Hunde und macht sie eher nervös statt souverän. Das richtige Maß zu finden ist entscheidend.

Hunde-Sicherheit durch Erziehung

Neben der Sozialisation des Hundes ist natürlich auch die sorgfältige Erziehung wichtig. Ein Hund, der die Grundkommandos wirklich verinnerlicht hat, ist in den meisten Situationen kontrollierbar. Jeder Hund sollte das Rückruf-Kommando auch unter Ablenkung beherrschen. Zudem sollte er manierlich an der Leine gehen können und auch auf Kommando zuverlässig an einem Ort verweilen. Er soll eine eigenständige Persönlichkeit und keine Gehorsamsmaschine sein, doch eine sichere Grunderziehung ist eine der besten Lebensversicherungen für Hunde überhaupt.

Fast ebenso wichtig ist eine stabile Beziehung zur Bezugsperson. Ein Hund, der seinem Menschen absolut vertraut, orientiert sich an ihm. Er wird auch in heiklen Situationen auf seinen Menschen hören. Ein Hund, der zu eigenständig ist oder die Erfahrung gemacht hat, dass er sich auf seinen Menschen nicht verlassen kann, wird viel eher in gefährliche Situationen geraten. Im Ernstfall lässt er sich viel weniger bereitwillig helfen. Die Beziehungsarbeit ist auch aus diesem Grund essenziell wichtig.

Immer vorausschauen

Auch ein perfekt sozialisierter und gut erzogener Hund kann einmal unberechenbar reagieren. Kluge Hundehalter sind deshalb in jeder Hinsicht umsichtig und vorausschauend. Dazu gehört eine erhöhte Aufmerksamkeit unterwegs mit dem Hund genauso wie eine grundsolide Ausstattung, an der nicht gespart werden sollte. Auch ein angemessenes Versicherungspaket ist für den Schutz des Hundes wichtig.

Lena Schwarz

… schnüffelt als Redakteurin für DER HUND durch die faszinierende Welt der Caniden, löchert Fachleute mit Fragen, trifft außergewöhnliche Vierbeiner und deren Menschen und teilt die Geschichten und Bilder online sowie im Printheft. Besonders gern ist sie mit Hund wandernd unterwegs.