Haut des Hundes: Unterstützen, schützen, heilen

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Behandlung

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Meist wird schon im Vorfeld prophylaktisch gegen Flöhe und Milben behandelt. Das soll ausschließen, dass der Juckreiz von Hautparasiten verursacht wird. Bei einem erstmalig auftretenden Hot Spot werden die Haare in diesem Bereich geschoren und die Haut mit einem milden Antiseptikum gereinigt. Anschließend kann eine Kortisonsalbe aufgetragen werden. Falls der Hund dazu neigt, an der betroffenen Stelle herumzuschlecken oder sich zu kratzen, ist ein Halskragen nötig. Mögliche Allergene solltest du meiden, indem du deinen Liebling zum Beispiel regelmäßig entflohst oder auch das Futter wechselst. Für das Abtöten von Milben gibt es spezielle Präparate. Gegen bakterielle Sekundärinfektionen helfen Antibiotika.

Alternativmedizin

Alternativmedizinisch kommt unter anderem der Einsatz von Propolis in Betracht. Auch Homöopathen kennen zahlreiche Mittel, die sie je nach Auslöser und Symptom für den Hund auswählen. Ein altes Hausmittel gegen Juckreiz ist verdünnter Apfelessig, den du auf die Haut gibst. Honig wirkt als natürliches Antibiotikum. Einige ätherische Öle, z. B. Teebaumöl, sollen – verdünnt aufgetragen – gegen Pilzbefall wirken. Der Hund sollte sie allerdings nicht abschlecken. Das Parasitenportal ESCCAP warnt: "In hohen Dosen ist das Öl [...] für Mensch und Hund giftig und gilt zudem als stark allergieauslösend."

Vierbeinigen Allergikern helfen

Immer häufiger wird für potenzielle Allergiker Pferde-, Rentier- oder Straußenfleisch als Futter empfohlen. Das liegt daran, dass die bekannten Nahrungsmittelallergien meist auf die Proteinquellen Rind, Schwein, Huhn und Fisch sowie auf Zusatzstoffe wie Getreide oder Soja zurückzuführen sind. Wie exotisch das Fleisch im Napf sein darf, auch aus Gründen der Nachhaltigkeit, entscheidet jeder selbst. Es ist allerdings sinnvoll, dass exotische Eiweißquellen den Allergikern vorbehalten bleiben. Bekommt ein Hund viele unterschiedliche Fleischsorten, würde sich eine Ausschlussdiät im Fall, dass doch einmal ein Allergieverdacht aufkommt, schwierig gestalten. Wirklich vorbeugen lässt sich einer Allergie nicht.

Spezielle Hundematratzen schützen vor allzu starkem Kontakt mit Hausstaubmilben, ebenso wie regelmäßiges Baden mit medizinischen Shampoos. Ein funktionierendes Immunsystem beugt zahlreichen Hauterkrankungen vor. Achte bei deinem Hund deshalb immer auf eine artgerechte Fütterung mit ausreichender Nährstoffzufuhr, wenig Stress und viel Bewegung an der frischen Luft.

Pfotenverletzungen und-erkrankungen

Die Pfoten des Hundes sind besonders krankheitsanfällig, da sie großen Belastungen ausgesetzt sind. Neben den klassischen Hauterkrankungen können sich vor allem an den Ballen und zwischen den Zehen kleine Verletzungen durch scharfkantige Steine oder im Winter auch durch Eis und Streusalz bilden. Auch die Krallen können abbrechen, wenn sie zu lang werden.

Die richtige Versorgung solcher Wunden ist entscheidend für eine schnelle Genesung. Lege als Laie nicht selbstständig einen Pfotenverband an. Dieser erfordert Fachwissen für die nötige spezielle Wattelage zwischen den Zehen. Falsch angelegte Verbände ohne ausreichende Polsterung der Zwischenzehenräume können ernste Entzündungen hervorrufen. Wie du korrekt Erste Hilfe am Hund leistest, lernst du in unserem Online-Kurs.

Hautkrankheit

Pododermatitis ist eine häufig vorkommende Entzündung der Zehenzwischenhaut. Als Auslöser kommen neben den klassischen Verursachern von Hautkrankheiten auch unbemerkt feststeckende Fremdkörper wie Grannen oder Holzspreißel infrage, die für Abszesse im Zehenbereich sorgen. Gelangweilte und einsame Hunde beißen auch aus psychischen Gründen an ihren Pfoten herum, was eine Pododermatitis begünstigt. Diagnose und Behandlung sind ähnlich komplex wie bei anderen Hauterkrankungen.