6 verbreitete „Fakten“ über Welpen, die gar keine Fakten sind

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Lieber nicht in die Welpengruppe

Vorab: Es stimmt, dass man mit seinem Welpen eher keine Welpengruppe aufsuchen sollte, als ihn in eine schlechte zu stecken. Aber eine gut geführte und zusammengestellte Gruppe für Welpen kann sehr vorteilhaft sein.

Welpen lernen darin den Umgang mit Gleichaltrigen und können sich ausprobieren. Sie machen wichtige Erfahrungen, etwa was die eigene Selbstwirksamkeit betrifft (z. B.: Wenn ich knurre, reagieren meine Gegenüber so oder so). Ein Vergleich mit Menschenkindern im Kindergarten: Kein Kind würde einen Erwachsenen so herausfordern, wie es ein anderes Kind herausfordert. Bei Hunden ist das ähnlich.

Aggression tritt im Hundeleben zwischen der vierten und fünften Lebenswoche auf. In diesem Alter werden die spitzen Welpenzähne erst einmal in alles und jeden hineingezwickt. Der junge Hund muss lernen, mit den Zähnen umzugehen bzw. auf ihren Einsatz zu verzichten. In einer guten Welpengruppe lernen vor allem die Menschen, in welchen Situationen sie eingreifen sollten und was okay ist.

Wer Welpengruppen aufgrund gesundheitlicher Bedenken ablehnend betrachtet, muss abwägen: Wie hoch ist das Risiko in meiner Gegend, dass Welpen an der Gruppe teilnehmen könnten, die Krankheiten mitbringen? Gebe ich meinem noch ungeimpften Welpen in dieser lernintensiven Phase seines Lebens die Möglichkeit, in die Welpengruppe zu gehen?

Lena Schwarz

... ist auf dem Land aufgewachsen. In Augsburg studierte sie Anglistik, Amerikanistik und Deutsch als Fremdsprache. Bei DER HUND kann sie ihre Hundeliebe, Naturverbundenheit und Freude am Schreiben sowie Fotografieren vereinen.

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