Epilepsie beim Hund

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Darum leiden Hunde unter Epilepsie

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Auslöser sind abnorme elektrische Entladungen im Gehirn. Manchmal ist der ganze Körper betroffen und manchmal krampfen nur einzelne Körperteile. „Solche vorübergehenden Funktionsstörungen im Gehirn treten bei verschiedenen Formen von Anfallsleiden auf und werden durch eine leichte Erregbarkeit der Nervenzellen ausgelöst“, erklärt Prof. Dr. Andrea Tipold von der Tierärztlichen Hochschule Hannover. „Diese leichte Erregbarkeit wird auch als niedrige Krampfschwelle des Gehirns bezeichnet und kann entweder erblich oder erworben sein.“

Angeborene Epilepsie

Die idiopathische (angeborene) Epilepsie tritt vorwiegend bei jungen Hunden auf. Die eigentliche Krankheitsursache ist dabei unbekannt. Bei symptomatischen (erworbenen) Anfällen kann sie zum einen direkt im Gehirn liegen. Zum anderen ist es möglich, dass eine andere Erkrankung das Gehirn beeinflusst. Infrage kommen zum Beispiel Tumoren, Infektionskrankheiten und Infarkte. Des weiteren können auch Kopfverletzungen oder angeborenen Fehlbildungen des Schädels sowie Stoffwechselstörungen oder Vergiftungen das Gehirn beeinflussen.

Lena Schwarz

… schnüffelt als Redakteurin für DER HUND durch die faszinierende Welt der Caniden, löchert Fachleute mit Fragen, trifft außergewöhnliche Vierbeiner und deren Menschen und teilt die Geschichten und Bilder online sowie im Printheft. Besonders gern ist sie mit Hund wandernd unterwegs.