Deutscher Jagdterrier

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Foto: Oliver Giel,

Geschichte


Die jagdliche Karriere des kernigen Terriers mit dem raumgreifenden Gangwerk begann kurz nach dem Ersten Weltkrieg. Wie so oft, mit einem Eklat. Einige Jäger, die zuvor dem Foxterrier-Club angehört hatten, wandten sich plötzlich ab vom einhelligen Vereinsleben. Rudolf Frieß, Walter Zangenberg und Carl-Erich Grünewald beschlossen, eigene Wege zu gehen. Mit einer klaren Zielsetzung: Sie wollten einen schwarz-roten Jagdhund züchten, der bei der Arbeit unter der Erde brillieren würde wie kein zweiter. Klar, dass solche Bestrebungen für bösesBlut sorgten. So zitiert der Kynologe Dr. Hans Räber in diesem Zusammenhang seinen Wiener Kollegen Emil Hauck, der hemmungslos wetterte: „In der leider allzu oft nachgekläfften, von gewissen Krachjagdkynologen vertretenen Annahme, ein weißer Hund wirke wie eine Blendlaterne und vergräme das Wild, und aufgrund der Beobachtung, der Salonfoxel tauge nicht zur Jagd, und der irrigen Meinung, jagdtüchtige Stämme seien nicht mehr zu fi nden, hat man versucht, einen Foxterrier mit gedeckter Farbe nicht auf Schönheit, sondern auf Gebrauchstüchtigkeit zu züchten.“

Freiheitsliebend

Seit dieser Zeit ist die Beliebtheit des Deutschen Jagdterriers ungebrochen. Und das, obwohl er es seinen Menschen manch-mal ganz schön schwer macht. Trotz beeindruckender Gelehrigkeit bei konsequenter Erziehung bewahren sich Deutsche Jagdterrier einen schier unbändigen Freiheitsdrang. Was das bedeutet, lässt ein Blick auf die erschreckend lange Vermisstenliste des Deutschen Jagdterrier-Clubs erahnen. Erst war der Hund noch da, dann ist er weg. Im schlimmsten Fall für immer. Auch das ist keine Seltenheit.

Charakter


Sie sind schon ganz schön harte Krampen, diese Deutschen Jagdterrier. Und die sollen auch liebebedürftig und anschmiegsam sein? „Ja“, beteuern Liebhaber der Rasse. Doch man muss wohl schon zur Familie gehören, um das hautnah zu erleben. Das Gleiche gilt für den Umgang mit anderen Hunden. Kaliber vom gleichen Schlag werden meistens akzeptiert, andere Hunde bewahren aus gutem Grund Distanz. Wildes Draufgängertum mag zwar nicht jedem Vertreter dieser Rasse Eigen sein. Aber selten ist dieses Phänomen keinesfalls.

Körperbau


Gut proportioniertes Kraftpaket.

Fell und Farbe


Entweder schlichtes, dichtes, hartes Rauhaar oder derbes Glatthaar in der Farbe Schwarz-Rot.


Foto: Oliver Giel,

Rassefakten auf einen Blick


Gewicht: 7,5 bis 10 kg

Größe: 33 bis 40 cm

Ø Lebenserwartung: 9 bis 15 Jahre

zuverlässig
mutig
braucht sehr viel Bewegung
apportiert gerne

Foto: Tierfotoagentur.de/Marianne Rohlf

Foto: Oliver Giel,


Foto: Oliver Giel,

Geschichte


Die jagdliche Karriere des kernigen Terriers mit dem raumgreifenden Gangwerk begann kurz nach dem Ersten Weltkrieg. Wie so oft, mit einem Eklat. Einige Jäger, die zuvor dem Foxterrier-Club angehört hatten, wandten sich plötzlich ab vom einhelligen Vereinsleben. Rudolf Frieß, Walter Zangenberg und Carl-Erich Grünewald beschlossen, eigene Wege zu gehen. Mit einer klaren Zielsetzung: Sie wollten einen schwarz-roten Jagdhund züchten, der bei der Arbeit unter der Erde brillieren würde wie kein zweiter. Klar, dass solche Bestrebungen für bösesBlut sorgten. So zitiert der Kynologe Dr. Hans Räber in diesem Zusammenhang seinen Wiener Kollegen Emil Hauck, der hemmungslos wetterte: „In der leider allzu oft nachgekläfften, von gewissen Krachjagdkynologen vertretenen Annahme, ein weißer Hund wirke wie eine Blendlaterne und vergräme das Wild, und aufgrund der Beobachtung, der Salonfoxel tauge nicht zur Jagd, und der irrigen Meinung, jagdtüchtige Stämme seien nicht mehr zu fi nden, hat man versucht, einen Foxterrier mit gedeckter Farbe nicht auf Schönheit, sondern auf Gebrauchstüchtigkeit zu züchten.“

Freiheitsliebend

Seit dieser Zeit ist die Beliebtheit des Deutschen Jagdterriers ungebrochen. Und das, obwohl er es seinen Menschen manch-mal ganz schön schwer macht. Trotz beeindruckender Gelehrigkeit bei konsequenter Erziehung bewahren sich Deutsche Jagdterrier einen schier unbändigen Freiheitsdrang. Was das bedeutet, lässt ein Blick auf die erschreckend lange Vermisstenliste des Deutschen Jagdterrier-Clubs erahnen. Erst war der Hund noch da, dann ist er weg. Im schlimmsten Fall für immer. Auch das ist keine Seltenheit.


Foto: Oliver Giel,

Charakter


Sie sind schon ganz schön harte Krampen, diese Deutschen Jagdterrier. Und die sollen auch liebebedürftig und anschmiegsam sein? „Ja“, beteuern Liebhaber der Rasse. Doch man muss wohl schon zur Familie gehören, um das hautnah zu erleben. Das Gleiche gilt für den Umgang mit anderen Hunden. Kaliber vom gleichen Schlag werden meistens akzeptiert, andere Hunde bewahren aus gutem Grund Distanz. Wildes Draufgängertum mag zwar nicht jedem Vertreter dieser Rasse Eigen sein. Aber selten ist dieses Phänomen keinesfalls.


Foto: Oliver Giel,

Körperbau


Gut proportioniertes Kraftpaket.

Fell und Farbe


Entweder schlichtes, dichtes, hartes Rauhaar oder derbes Glatthaar in der Farbe Schwarz-Rot.

Rassefakten auf einen Blick


Gewicht: 7,5 bis 10 kg

Größe: 33 bis 40 cm

Ø Lebenserwartung: 9 bis 15 Jahre

zuverlässig
mutig
braucht sehr viel Bewegung
apportiert gerne

Foto: Tierfotoagentur.de/Marianne Rohlf

Foto: Oliver Giel,


Foto: Oliver Giel,

Miriam Wirths

… arbeitet im Online-Team der DER HUND Website und an der » Facebook-Fanpage. Ihr absoluter Lieblingshund aus unserem Rasselexikon ist der » Kooikerhondje – werft doch gleich mal einen Blick auf den „alten Holländer“.

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