Corona-Virus bei Haustieren? Das sagt die WHO

0

07.02.2020: Wissenschaftler auf der ganzen Welt arbeiten daran, zu verhindern, dass sich das neue Corona-Virus (2019nCoV) weiter ausbreitet – vor allem in Länder, deren Gesundheitssysteme die damit verbundenen Herausforderung nur schwer oder gar nicht stemmen könnten. Viele Fehlinformationen sind im Umlauf, daher fassen wir hier zusammen, was die Weltgesundheitsorganisation WHO zu sagen hat.

Die Informationslage zum Virus verändert sich sehr schnell. Die folgenden Infos haben wir am 07. Februar 2020 zusammengetragen und werden sie schnellstmöglich aktualisieren, sollten sich Änderungen ergeben. Wir geben an dieser Stelle gesammelt Informationen weiter, welche die WHO online veröffentlicht hat.

„Jetzt ist die Zeit für Fakten, nicht Angst. Jetzt ist die Zeit für Wissenschaft, nicht Gerüchte.“

Das sagt der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus. Dem schließen wir uns an. Los geht’s:

Können Hunde und Katzen das neue Corona-Virus bekommen?

Nach Angaben der WHO vom 28. Januar gibt es momentan keine Beweise dafür, dass Haustiere wie Hunde und Katzen mit dem neuen Corona-Virus infiziert werden können. Die WHO rät allerdings generell dazu, sich nach dem Kontakt mit Haustieren immer die Hände zu waschen, da sonst verbreitete Keime wie E. coli und Salmonellen von Tieren zu Menschen übertragen werden können.

Hunde sind also nicht in Gefahr, sich mit dem neuen Virus anzustecken. Sie brauchen auch keine Atemschutzmasken – in manchen Ländern haben Tierhalter diese für ihre Lieblinge gekauft. Auch wir Menschen brauchen diese Masken nicht zu kaufen – sinnvoller ist es, wenn erkrankte Personen die Masken tragen, um Ärzte und andere nicht anzustecken. In den USA ist es bereits zu Knappheiten in Krankenhäusern gekommen, da so viele Menschen außerhalb des Gesundheitssystems aus Angst die Masken kaufen. Die Masken sind zudem nur effektiv, wenn ihre Träger sich auch häufig gründlich die Hände mit Waschmittel auf Alkoholbasis waschen.

Was ist eigentlich ein Corona-Virus?

„Den einen“ Corona-Virus gibt es nicht. Vielmehr sind Coronaviren eine große Familie von Viren und sie kommen sowohl bei Tieren als auch bei Menschen vor. Einige davon infizieren Menschen und können Krankheiten mit unterschiedlichen Symptomen verursachen. Diese reichen von einer gewöhnlichen Erkältung bis hin zu schwereren Erkrankungen wie dem Nahost-Atemwegssyndrom (Middle East Respiratory Syndrome, MERS) und dem schweren akuten Atemwegssyndrom (Severe Acute Respiratory Syndrome, SARS).

Virus-Übertragung von Tieren auf Menschen

Manche Corona-Viren können von Tieren auf Menschen übergehen. So ergaben Untersuchungen, dass SARS-CoV im Jahr 2002 in China von Zibetkatzen auf Menschen übertragen wurde. In Saudi-Arabien kam es 2012 zu Übertragungen des MERS-CoV von Dromedarkamelen auf Menschen. Die tierische Quelle des 2019-nCoV konnten Forscher noch nicht identifizieren. Es gilt als wahrscheinlich, dass eine tierische Quelle von einem Lebendtiermarkt in China für einige der ersten gemeldeten Fälle infizierter Menschen verantwortlich ist.

Weitere Informationen zum neuen Corona-Virus

Wenn ihr Pakete aus China bekommt, lauft ihr nicht Gefahr, euch anzustecken. Das Virus überlebt nicht lange auf Gegenständen wie Briefen und Paketen.

Impfungen gegen Lungenentzündungen – wie eine Pneumokokken-Impfung – schützen nicht vor dem Virus. Es ist so neuartig, dass eine eigene Impfung dagegen erst noch entwickelt werden muss. Daran arbeiten Forscher weltweit.

Regelmäßig Nasensprays und Mundwasser zu benutzen schützt nicht vor einer Ansteckung mit dem Virus. Auch an dem Gerücht, dass Knoblauch eine schützende Wirkung haben soll, ist nichts dran. Momentan gibt es keine Arzneimittel, die Ärzte empfehlen, um eine Ansteckung zu verhindern oder zu behandeln.

Weitere Informationen über das neue Corona-Virus findet ihr auf der Internetseite der WHO.

Lena Schwarz

... ist auf dem Land aufgewachsen. In Augsburg studierte sie Anglistik, Amerikanistik und Deutsch als Fremdsprache. Bei DER HUND kann sie ihre Hundeliebe, Naturverbundenheit und Freude am Schreiben sowie Fotografieren vereinen.