11/05/2026 

Grauer Star, auch Katarakt genannt, ist eine Trübung der Augenlinse. Sie kann das Sehvermögen des Hundes deutlich einschränken und unbehandelt bis zur Erblindung führen. Besonders häufig tritt Katarakt bei älteren Tieren auf. Es gibt aber auch erbliche Formen, die schon bei jungen Hunden vorkommen.

Ursachen eines Grauen Stars beim Hund

Grauer Star oder Katarakt entsteht, wenn sich die normalerweise klare Augenlinse eintrübt. Man unterscheidet grob zwischen primärer und sekundärer Katarakt. Eine primäre Katarakt kann altersbedingt, angeboren oder erblich bedingt sein. Eine Veranlagung ist unter anderem bei Rassen wie Labrador Retriever, Siberian Husky, Afghanischer Windhund, Cocker Spaniel oder Pudel beschrieben. Eine sekundäre Katarakt entsteht dagegen infolge anderer Erkrankungen, z. B. durch Diabetes mellitus, Entzündungen im Auge oder bestimmte Netzhauterkrankungen.

Seltener können auch Verletzungen des Auges, Strahlung, ein elektrischer Schlag oder bestimmte giftige Substanzen eine Katarakt auslösen. Bei erblichen Formen spielen die Gene eine wichtige Rolle; deshalb können manche Hunde bereits in jungen Jahren betroffen sein. Für die Behandlung ist es entscheidend, die Ursache möglichst genau abzuklären — denn ein Hund mit Diabetes oder einer Entzündung im Auge braucht eine andere Betreuung als ein Hund mit altersbedingtem Grauen Star.

Symptome: Woran erkennt man Grauen Star?

Typisch ist eine weißliche bis bläulich-graue Trübung im Bereich der Pupille. Im frühen Stadium ist sie oft nur bei einer augenärztlichen Untersuchung erkennbar. Später können Hunde unsicherer werden, bei Dämmerung schlechter sehen, Treppen meiden, gegen Gegenstände stoßen oder sich stärker an ihren Menschen orientieren. Wird das Auge rot, schmerzhaft oder tränt es, sollte der Hund rasch tierärztlich untersucht werden. Wichtig: Bei älteren Hunden kann auch eine sogenannte nukleäre Sklerose bläulich wirken. Sie ist nicht dasselbe wie Grauer Star und beeinträchtigt das Sehen meist deutlich weniger.

Behandlung der Augenerkrankung

Eine Katarakt selbst lässt sich nicht zuverlässig mit Augentropfen oder Tabletten rückgängig machen. Bei einer sekundären Katarakt muss zuerst die Grunderkrankung behandelt werden. Die eigentliche Behandlung einer fortgeschrittenen Katarakt ist in geeigneten Fällen eine Operation: Dabei wird die getrübte Linse meist entfernt; häufig wird eine künstliche Linse eingesetzt.

Vor einer Operation prüft die Tierärztin oder der Tierarzt unter anderem den Augeninnendruck und die Funktion der Netzhaut. Nur wenn die Netzhaut ausreichend arbeitet, ist eine Katarakt-Operation sinnvoll. Die Prognose ist bei sorgfältiger Auswahl und guter Nachsorge oft gut, Komplikationen wie Entzündungen, Glaukom oder Netzhautprobleme sind aber möglich.

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