7 Geruchspiele „Immer der Nase nach!“

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Hunde sind Weltmeister im Riechen. Sie leben in einer Welt der Düfte und erkunden ihre Umgebung zu einem großen Teil mit der Nase. Aktivitäten, bei denen die Spürnasen ihr angeborenes Talent einsetzen können, sind gesund und machen sie so richtig glücklich. Deshalb haben wir für Sie und Ihren Liebling die spannendsten Geruchsspiele zusammengestellt: Auf die Plätze, schnüffeln, los!

Es kommt nicht auf die Rasse oder das Alter an. Jeder Hund, ob Chihuahua oder Rottweiler, ob Welpe oder Senior, liebt die sogenannte Nasenarbeit: neue Herausforderungen meistern, mitdenken, kreativ sein – und schnüffeln! Die Riech-Aufgaben haben noch weitere positive Nebeneffekte: Der Einsatz mit dem Organ powert die Tiere in gesundem Maße aus, denn Nasenarbeit ist gleichzeitig Kopfarbeit. Das Schöne für Sie als Halter: Die meisten Geruchsspiele können Sie selbst basteln! Gehen Sie einfach mit offenen Augen durch Keller, Küche, Garage oder Garten.

Futterteppich

Starten Sie gemächlich, zum Beispiel mit dem „Futterteppich“. Werfen Sie hierfür eine Handvoll Hundekekse oder Trockenfutter auf den Boden, der Hund darf die „Beute“ auf Ihr Kommando hin erschnuppern. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich beliebig steigern: Leckerlis auf einfarbigen Fliesen sind für Ihre Supernase einfacher zu finden als auf bunten Wohnzimmerteppichen. Dieselbe Schnüffelaufgabe ist noch anspruchsvoller, wenn Sie sie im bunten Herbstwald machen – einfach in den Spaziergang integrieren.

Wühltisch

Diese Aufgabe eignet sich auch für Welpen: Füllen Sie eine flache Kiste oder einen Karton mit Packpapier, Klorollen und ein paar Decken. Zwischendrin verstecken Sie kleine Wurststücke oder einen anderen Snack, den Ihr Hund gerne frisst. Er wird es lieben, sich so sein Futter zu erarbeiten, und im Nu seine ganz eigene Ordnung in das Wühltisch-Tohuwabohu bringen.

Leckerli-Irrgarten

Sie benötigen ein Pflanztablett (kostenlos, zum Beispiel vom Gartencenter) und Backförmchen, die in die Kuhlen passen. Und so funktioniert’s: Lassen Sie Ihren Hund mit etwas Abstand zusehen, wenn Sie unter ein paar der Förmchen Leckerlis platzieren. Stellen Sie das Tablett vor Ihren Hund und fordern Sie ihn zum Suchen auf – halten Sie das Tablett eventuell mit einer Hand fest. Loben Sie ihn, wenn er ein Leckerli geortet und erfolgreich aus den kleinen Behältern gefischt hat. Die Nasenarbeit ist getan!

Socken-Quiz

Ein bisschen kniffliger ist das nächste Geruchsspiel: Präparieren Sie ein Körbchen mit einem Haufen ausgedienter Socken. In eine Socke packen Sie einen Hundekeks. Findet Ihr Hund den richtigen, hat er den Test gemeistert. Findet er die Öffnung, um das Leckerli aus der Socke zu befreien, nicht gleich? Dann helfen Sie ihm die ersten Male. Tipp: Um es Ihrem Hund leichter zu machen, können Sie die Socken anfangs in einen Kreis legen, so kann er Socke für Socke der Reihe nach überprüfen.

Wasser marsch!

Versenken Sie etwas Trockenfutter im Wassernapf Ihres Lieblings. Wie schnell wird er es aus dem Wasser fischen? Was anfangs wie ein Geschicklichkeitstest aussieht, entpuppt sich als anspruchsvolle Nasenarbeit – und zwar genau dann, wenn sich die Farbe des Leckerlis und die des Napfs kaum voneinander unterscheiden. Besonders viel Spaß macht Ihrem Hund diese Herausforderung, wenn Sie einen durchsichtigen Napf auf dem Rasen platzieren.

Zapfenstreich

Gehen Sie in einen Wald, in dem es reichlich Tannenzapfen gibt. Halten Sie einen Zapfen für eine Weile in der Hand, zeigen Sie ihm Ihrer Schnüffelnase und werfen Sie ihn dann weg. Ihr Hund wird hinterherlaufen und genau diesen Tannenzapfen zurückbringen. Das nennt man Geruchsunterscheidung – ein weiteres angeborenes Talent bei Hunden. Das Apportieren
macht jedoch nicht allen Rassen gleich viel Spaß, ein Rhodesian Ridgeback wird sich voraussichtlich weniger dafür begeistern als ein Labrador.

Abenteuer Spurensuche

Eine Schleppleine von etwa sieben Metern, eine zwei Meter lange Schnur, einen netten Helfer und ein Würstchen – das brauchen Sie, wenn Sie für Ihren Hund eine Art Abenteuerspielplatz im Wald errichten möchten. Und so geht’s: Sie halten Ihren Hund an der Leine, Ihr Helfer übernimmt die Schnur mit der daran gebundenen Wurst. Dann zeigt er
Ihrem Hund den Leckerbissen und macht ihm so Appetit.

Vor den Augen des angeleinten Hundes geht Ihr Helfer in den Wald und zieht dabei die Wurst hinter sich über den Boden. Nach 10 Schritten geradeaus hebt Ihr Helfer die Wurst hoch – sie schleift ab jetzt nicht mehr über den Boden. Nach insgesamt 30 Schritten geradeaus biegt er nach rechts oder links ab, läuft weitere 20 Schritte und versteckt sich am Ende der Fährte hinter einem Baum. Sobald Sie denken, dass Ihr Helfer am Ziel angekommen ist, lassen Sie die Leine locker und folgen Ihrem Hund, der mit Sicherheit sofort losmarschiert, um den Snack aufzuspüren. Geschafft? Dann gibt es als Belohnung für Ihren Spürhund den ersten Preis: das Würstchen!

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Miriam Wirths

... arbeitet im Online-Team der DER HUND Website und an der » Facebook-Fanpage. Ihr absoluter Lieblingshund aus unserem Rasselexikon ist der » Kooikerhondje - werft doch gleich mal einen Blick auf den "alten Holländer".

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