Ein virtueller Hund könnte bald dabei helfen, Hundebisse zu vermeiden

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Wissenschaftler in England haben einen virtuellen Hund programmiert. Mit dessen Hilfe können Erwachsene und Kinder lernen, die Körpersprache von Hunden besser zu lesen. So sollen sie Zeichen von Aggression frühzeitig erkennen und sich Vierbeinern gegenüber angemessen verhalten. Das soll Hundebisse verhindern.

Das Projekt entstand am Virtual Engineering Centre der Universität von Liverpool. Tierverhaltensforscher arbeiteten mit dem Dogs Trust, einer Hilfsorganisation für Hunde, zusammen. Der virtuelle Hund zeigt realitätstreu, wie Anzeichen von Aggression bei einem echten Hund aussehen können. Er leckt sich zum Beispiel die Lefzen, senkt seinen Kopf und Körper und zeigt seine Zähne. Diese Anhaltspunkte haben die Wissenschaftler der „Canine Ladder of Aggression“ entnommen. Diese Auflistung zählt Schritte von 1 bis 11 auf, mit denen ein Hund zeigt, dass eine Situation für ihn unangenehm ist.

Hund in virtueller Realität in Zukunft noch detailreicher

In Zukunft soll das virtuelle Szenario noch detailreicher und somit so realistisch wie möglich werden. Es wird dann auch eine größere Bandbreite an Hundeverhalten und an Reaktionen des virtuellen Hundes auf das Verhalten des Users beinhalten. Es bleibt zu hoffen, dass die Forscher damit tatsächlich dazu beitragen können, dass mehr Menschen die Körpersprache von Hunden lesen und richtig interpretieren können.

Quelle: www.sciencedaily.com

Lena Schwarz

… schnüffelt als Redakteurin für DER HUND durch die faszinierende Welt der Caniden, löchert Fachleute mit Fragen, trifft außergewöhnliche Vierbeiner und deren Menschen und teilt die Geschichten und Bilder online sowie im Printheft. Besonders gern ist sie mit Hund wandernd unterwegs.