Vorsicht Getreide! Verletzungsgefahr Grannen

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Grannen, die spitzen Fortsätze an Getreideähren und Gräsern, mögen harmlos aussehen. Doch sie sind sehr gefährlich. Wie Pfeilspitzen bohren sie sich in den Hund und können im Körper weiterwandern.

Sie sind teilweise kaum zu sehen und doch können sie bei Hunden sehr schnell erhebliche gesundheitliche Probleme verursachen.

Was genau sind Grannen?

Grannen (von Althochdeutsch grana, Barthaar) sind borstenförmige Fortsätze von Pflanzenorganen. Es gibt sie in vielen Formen. Sie können gekrümmt, gedreht oder behaart sein. Sie sitzen zum Beispiel auf dem Rücken oder am Ende der Spelzen vieler Süßgräser und Getreidesorten.

Gefahr für Zehen, Nase, Auge und Ohren

Die Grannen können sich während eines Spaziergangs in den Hund bohren. Mit jeder Bewegung besteht die Gefahr, dass die Pflanzenteile noch tiefer in sein Fell, zwischen die Zehen, in die Nase, in das Auge oder in die Gehörgänge eindringen.

Bei der Haut ist am häufigsten der Bereich zwischen den Zehen betroffen. Während der Hund läuft, bohren sich die Grannen schnell in tiefere Hautschichten.

Schnell behandeln lassen!

Der Tierarzt muss die störenden Fremdkörper möglichst bald entfernen. Je nachdem, wie schwer die bakterielle Sekundärinfektion ist, leitet er eine Therapie mit Antibiotika ein.

Hündin Balloo (1 Jahr), ein Chesapeake Bay Retriever, bekam am eigenen Leib zu spüren, wie unangenehm Grannen werden können. Anfangs sah Balloos Verletzung noch recht klein aus. Doch sie verschlimmerte sich innerhalb kurzer Zeit. 30 ml Eiter sammelten sich an. Der Tierarzt musste operieren. Mittlerweile geht es Balloo glücklicherweise wieder besser.

kleine Verletzung durch Granne

große Verletzung durch Granne

 Hund mit Verband im Garten

Fotos: Silvia Peuß (http://good-will-hunting.com)

Den ganzen Artikel über Grannen und darüber, welche Behandlung betroffene Hunde brauchen, liest du in Ausgabe 09/2017 von DER HUND.

Lena Schwarz

... ist auf dem Land aufgewachsen. In Augsburg studierte sie Anglistik, Amerikanistik und Deutsch als Fremdsprache. Bei DER HUND kann sie ihre Hundeliebe, Naturverbundenheit und Freude am Schreiben sowie Fotografieren vereinen.

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