Tipps für gesunde Hundezähne + Zahnputzanleitung

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Der 25. September ist Tag der Zahngesundheit. Wie geht es denn den Beißerchen deines Hundes? Wir haben spannende Infos zum Hundegebiss und Tipps zur Zahngesundheit gesammelt. Spoiler: Das Stichwort lautet Vorsorge.

Hunde kommen wie wir Menschen zahnlos auf die Welt. Darüber können sich die säugenden Hündinnen aber nur bis zur dritten Lebenswoche freuen. Ab dann bekommen die Welpen nämlich ihre Zähne. Das dauert bis zur sechsten Lebenswoche. Ihre 28 Beißerchen tauschen die Jungspunde während des Zahnwechsels gegen die 42 Zähne ihres bleibenden Gebisses. Das haben sie je nach Größe bis zum siebten Lebensmonat geschafft.

So pflegst du Hundezähne richtig

Zahngesundheit ist für alle Hunde ein wichtiges Thema. Mit der Zahnpflege solltest du bei deinem Liebling – wenn möglich – schon im Welpenalter beginnen. Das bedeutet: Ran an die Zahnbürste und Hundezahnpasta und bürsten. Nimm dir am besten täglich Zeit dafür. So lernt dein Hund das Ritual kennen und auch du bekommst Routine darin. Bitte bürste in der Zeit des Zahnwechsels besonders sanft, damit du deinem Hund nicht aus Versehen wehtust. Mit den folgenden Schritten kannst du ihn ans Zähneputzen gewöhnen:

  1. Lasse deinen Hund Zahnpasta von der Zahnbürste schlecken. So lernt er, dass sie etwas Leckeres – also etwas Gutes – ist.
  2. Dann putzt du die äußeren Flächen seiner Zähne. Dabei kann der Fang geschlossen bleiben, was die ganze Sache etwas einfacher macht. Setze die Bürste in einem 45°-Winkel dort an, wo das Zahnfleisch zum Zahn übergeht. Es gilt: von Rot nach Weiß. Starte bei den Backenzähnen und arbeite dich über die Eckzähne zu den Schneidezähnen vor. Warum du gerade bei den Backenzähnen beginnen sollst? Ganz einfach, diese haben es oft am nötigsten.
  3. Wenn dein Hund mit keiner Wimper zuckt, während du die Bürste zückst, seid ihr dazu bereit, auch die inneren Zahnflächen zu schrubben. Öffne dazu vorsichtig das Maul und starte an den inneren Backenzähnen. Putze dann die Eckzähne und schließlich die Schneidezähne. Klingt bekannt, stimmt’s?

Keine Chance dem Zahnbelag

Indem du die Zähne deines Hundes früh und vor allem regelmäßig pflegst, entfernst du Bakterien und verhinderst, dass sich Zahnbelag bildet. Dieser könnte sonst hart und zu Zahnstein werden. Zahnstein bildet sich übrigens nicht bei jedem Hund gleich schnell. Je nachdem, wie zum Beispiel sein Speichel zusammengesetzt ist und was für ein pH-Wert im Maul herrscht, bildet sich Zahnstein schneller oder langsamer. Sogar die individuelle Veranlagung spielt eine Rolle.

Auf ungepflegten Zähnen mit Zahnstein fühlen sich Bakterien wohl, die zu einer Entzündung des Zahnfleisches (Parodontitis) führen können. Das betrifft nicht nur ältere Hunde. Im Gegenteil: Sie fängt oft schon im Alter von nur zwei Jahren an. Hat dein Hund schon Zahnstein, kann der Tierarzt diesen mit einem Ultraschallgerät entfernen. Damit er gründlich arbeiten kann, das Maul offen bleibt und die unangenehmen Geräusche den Hund nicht nervös machen, geschieht das unter Narkose.

Karies kommt bei Hunden übrigens viel seltener vor als bei uns Menschen. Wenn, dann sind vor allem die gefurchten Backenzähne betroffen. Bleibt Karies unerkannt, liegt irgendwann die Zahnpulpa frei. Von ihr hast du vielleicht schon mal als „Zahnnerv“ gehört. Sie entzündet sich und das führt zu Schmerzen. Kontrolliere also die Zähne deines Lieblings regelmäßig, um ihn davor zu bewahren.

Zahnstein solltest du auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen. Die beteiligten Bakterien können aus dem Maul in den Körper wandern und dort Entzündungen hervorrufen. Saubere, gesunde Zähne schützen daher auch die Organe deines Hundes, allen voran sein Herz, seine Leber und seine Niere.

Das Hundemaul
Foto: taa22/stock.adobe

Lernprogramm für Tierärzte

Mars Petcare hat im Rahmen der Initiative Zahngesundheit ein digitales Lern- und Beratungsprogramm zu Zahnerkrankungen entwickelt. Daran waren Dr. Markus Eickhoff und Dr. Jan Schreyer beteiligt. Sie sind Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Tierzahnheilkunde (DGT). „Das Programm bietet ein Gesamtpaket an Wissen und Informationen rund um das Thema parodontale Erkrankungen bei Hund und Katze“, sagt Dr. Eickhoff. „Damit können zum Beispiel sämtliche Stadien der Parodontitis als 3D-Animation dargestellt werden. Zusätzlich gibt es klinische Fallbeispiele, ein Röntgenarchiv sowie Prophylaxe-Videos, die in den Praxisräumen zur Aufklärung eingesetzt werden können.“

Das kannst du für die Zahngesundheit deines Hundes tun

1. Beginne früh mit der regelmäßigen Zahnpflege – möglichst schon im Welpenalter. Kontrolliere sein Gebiss und achte dabei auf Verfärbungen, Geruch und Rötungen des Zahnfleischs.

2. Wirf deinem Hund keine Steine oder Tennisbälle. Steine können Zähne abbrechen lassen und die Nylonfasern der Tennisbälle reiben Zahnmaterial ab. Dem wirkt der Körper zwar entgegen, er kann es aber nicht komplett stoppen.

3. Besondere Futter und Leckerli können mechanisch – also durch den Abrieb beim Kauen – säubernd wirken. Vorsicht: Damit nimmt dein Hund natürlich auch Extra-Kalorien auf.

4. Hat dein Hund Zahnstein, kann der Tierarzt diesen in einer kurzen und leichten Narkose entfernen. Zahnprobleme solltest du keinesfalls unbehandelt lassen.

 

5 Anzeichen, dass dein Hund vielleicht ein Zahnproblem hat:

1) Dein Hund hat Mundgeruch.

2) Dein Hund will kein (hartes) Futter fressen.

3) Dein Hund kaut nur auf einer Seite.

4) Dein Hund muss würgen.

5) Dein Hund sabbert ungewöhnlich viel oder fängt plötzlich damit an.

Lena Schwarz

... ist auf dem Land aufgewachsen. In Augsburg studierte sie Anglistik, Amerikanistik und Deutsch als Fremdsprache. Bei DER HUND kann sie ihre Hundeliebe, Naturverbundenheit und Freude am Schreiben sowie Fotografieren vereinen.

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