Pflanzenheilkunde: Altes Wissen neu entdeckt

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Pflanzlich ist nicht automatisch sanft

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Pflanzlich ist nicht automatisch sanft

Es ist kritisch zu sehen, wenn in großen Mengen Heilpflanzen verfüttert werden, sei es in Form von Pulvern und Pellets oder im Futter. Der Hundebesitzer, der für seinen Schützling nur das Beste will, fällt schnell auf solche Werbestrategien herein und meint, seinem Hund etwas Gutes zu tun. Heilpflanzen besitzen Wirkstoffe – und diese wirken auch! Bei unsachgemäßem Gebrauch haben sie entsprechende Nebenwirkungen.

Richtig eingesetzt, ist die Phytotherapie eine ausgezeichnete und sehr wirkungsvolle Therapierichtung. Vieles kann der Hundehalter auch zu Hause mit pflanzlichen Wirkstoffen behandeln. Hier kommen vor allem die sogenannten „Mite-Drogen“ (lat. mitis = mild, Droge = getrocknete Heilpflanze) zum Einsatz. So bezeichnet man sehr verträgliche Drogen wie Kamille, Fenchel oder Ringelblume, die der Halter bei leichteren Befindlichkeitsstörungen selbst geben kann.

Gute Begleittherapie

Aber auch schwerwiegendere Erkrankungen kann ein Phytotherapeut in Form einer Begleittherapie gut behandeln. Dazu gehören internistische Erkrankungen des Herzens, der Leber und der Niere, aber auch Magen- und Darmerkrankungen, Hauterkrankungen und die Wundbehandlung. Oft behandeln Phytotherapeuten begleitend zur synthetischen Medizin. So können zum Beispiel Saponine, das sind chemische Verbindungen, die fast ausschließlich in Pflanzen vorkommen, die Wirkung einiger Antibiotika verstärken und Resistenzen auf diese minimieren. Auch alte und chronisch kranke Tiere profitieren von einer phytotherapeutischen Behandlung.