Pflanzenheilkunde: Altes Wissen neu entdeckt

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Was ist Phytotherapie?

Pflanzheilkunde Hund
Foto: Anna Auerbach/Fotolia.com

Bereits im alten China und in Ägypten nutzten die Menschen Heilpflanzen als Arznei. Heute erfreut sich die Pflanzenheilkunde oder Phytotherapie als Alternative oder als Begleittherapie zur klassischen Schulmedizin wachsender Beliebtheit, auch beim Hund. Tierärztin Dr. Alexandra Nadig erklärt, wie man die Kraft der Heilpflanzen sinnvoll einsetzt, beschreibt aber auch die Risiken und wie man einen kompetenten Therapeuten findet.

Die Phytotherapie behandelt Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen mit Hilfe pflanzlicher Wirkstoffe. Diese Wirkstoffe werden aus der ganzen Pflanze gewonnen – von der Wurzel bis zur Blüte. Es handelt sich um den Gesamtextrakt der Pflanze, der alle in ihr enthaltenen Wirkstoffe mit einschließt. Dadurch unterscheiden sich die Wirkstoffe von sogenannten pflanzlichen Reinstoffen, die häufig in der klassischen, synthetisch orientierten Medizin Anwendung finden – wie zum Beispiel Morphin aus dem Schlafmohn, Atropin aus der Schwarzen Tollkirsche oder Acetylsalicylsäure aus der Weidenrinde. Im eigentlichen Sinne ist die Phytotherapie eine Form der Naturheilkunde. Die wissenschaftlich orientierte und schulmedizinisch anerkannte klassische Naturheilkunde behandelt mit naturbelassenen Stoffen der Umwelt – wie Pflanzen, Erden und der Nahrung. Außerdem nutzt sie Prozesse, die natürlichen Lebensvorgängen entsprechen – wie Bewegung, Kälte, Wärme und Wasser.

Kenneth Knabe

... führt seit 1992 Retriever, Hundeausbildung ist sein Hobby. Der Diplom-Politologe hat nach einem Tageszeitungsvolontariat für eine große Kinozeitschrift in Hamburg gearbeitet, ehe er sich auch beruflich Hunden widmete.

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