Die Leber des Hundes

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Diät für leberkranke Hunde

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Zunächst muss die Grunderkrankung erkannt und behandelt werden, damit die Leber sich erholen kann. Andernfalls droht die Ausbildung einer gefährlichen Leberzirrhose oder Leberfibrose. Von immenser Bedeutung ist die Ernährung eines leberkranken Hundes. Eine ausgeklügelte Diät unterstützt das belastete Organ und hilft ihm, sich zu erholen. Dabei sollte unbedingt nur leicht verdauliches Protein, z. B. Hühnchen, in den Napf.

Empfohlen wird etwa 30 g Rohprotein pro Tag für einen 20 kg schweren erwachsenen Hund – nicht mehr und nicht weniger. „Leberschonendes Diätfutter darf einen Fettgehalt von 5 bis 15 Prozent in der Trockensubstanz aufweisen. Ihr Hund sollte weder zu- noch abnehmen“, rät Tierärztin Dr. Jeanette Meixensperger. Omega-3-Fettsäuren, wie sie sich etwa in Fisch- und Leinöl finden, wirken zudem entzündungshemmend.

Kohlenhydrate und Vitamine

Als Kohlenhydratquelle kommen Reis, Nudeln und Kartoffeln in gekochtem Zustand infrage. Hier sollten 10 g Stärke pro Kilogramm Körpergewicht verfüttert werden. Ergänzend braucht der leberkranke Hund eine vermehrte Gabe der Vitamine E, B und C. Die genaue Dosis sprechen Sie bitte mit einem Ernährungsexperten ab.

Barfen ist bei leberkranken Hunden nicht zu empfehlen. Aus der Alternativmedizin bieten sich verschiedene Heilpflanzen an, z. B. Mariendistel, Artischocke, Kurkuma und Sojasamen. Tierheilpraktiker unterstützen die Leber zudem durch Entgiftungs- und Entschlackungskuren, Bachblüten und Homöopathie.

Lena Schwarz

… schnüffelt als Redakteurin für DER HUND durch die faszinierende Welt der Caniden, löchert Fachleute mit Fragen, trifft außergewöhnliche Vierbeiner und deren Menschen und teilt die Geschichten und Bilder online sowie im Printheft. Besonders gern ist sie mit Hund wandernd unterwegs.