Krankheitsrisiko Zeckenbiss: Schützen Sie Ihren Hund

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Die wichtigsten zeckenübertragenen Krankheiten

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Zecke entfernen
Mit einem Zeckenheber oder einer Zeckenzange lässt sich die Zecke nahe der Haut packen und nach oben herausziehen. Foto: www.zecken.de

Die wichtigsten zeckenübertragenen Krankheiten

Mit einem Zeckenstich können krankheitserregende Einzeller, Bakterien und Viren in den Körper des Hundes gelangen. Wir stellen die wichtigsten Krankheiten und ihre Überträger vor.

Blutsauger Zecke
Das geht unter die Haut: Die Grafik zeigt den Stechapparat einer zecke in der Haut des Wirtes. Viren gelangen aus dem Verdauungstrakt des Blutsaugers in die Blutbahn des Hundes. Foto: www.zecken.de

Borreliose

  • Erreger: Borrelien (Bakterien)
  • Überträger: Gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus)
  • Symptome: Gelenkentzündungen, wechselseitige Lahmheiten, seltener lebensbedrohliche Nierenentzündungen
  • Behandlung: Antibiotika (mindestens einen Monat lang hoch dosiert)
  • Vorbeugung: Die ständige Impfkommission für Tiere (StIKo Vet) empfiehlt den Impfschutz für alle Hunde, die einem Infektionsrisiko ausgesetzt sind.

FSME

  • Erreger: FSME-Viren (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
  • Überträger: Gemeiner Holzbock
  • Symptome: Fieber, Schwindel, Muskelzittern, symmetrische Lähmungserscheinungen und Überstreckungen von Rumpf und Gliedmaßen.
  • Behandlung: Es können lediglich die Symptome behandelt werden.
  • Vorbeugung: In Deutschland gibt es zwei FSME-Impfstoffe für den Menschen, die nicht für den Hund zugelassen sind. Tierärzte verwenden sie aber in bekannten Verbreitungsgebieten des Virus auch für Hunde.

Anaplasmose

  • Erreger: Bakterien der Gattung Anaplasma
  • Überträger:
    • Anaplasma phagocytophilum durch den Gemeinen Holzbock
    • Anaplasma platys durch die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus)
  • Symptome: Fieber, Apathie, Gewichtsverlust und Bewegungsunlust, Schwellungen der Lymphknoten, Erbrechen, Durchfall, Atemwegs- und neurologische Beschwerden
  • Behandlung: Antibiotika-Therapie; selten müssen Bluttransfusionen oder Kortison verabreicht werden
  • Vorbeugung: Zeckenprophylaxe

Babesiose

  • Erreger: Babesien (Einzeller)
  • Überträger: Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus)
  • Symptome: hohes Fieber ein (bis zu 42 Grad), dunkler Urin, blasse Schleimhäute, Schwäche, Appetitlosigkeit, blutiger Durchfall, Gelenkentzündungen, Nierenversagen und Gelbsucht
  • Behandlung: medikamentös (Antiprotozoika)
  • Vorbeugung: Zeckenprophylaxe

Ehrlichiose

  • Erreger: Bakterien (Ehrlichia canis)
  • Überträger: Braune Hundezecke (eingeschleppt aus Südeuropa)
  • Symptome: schwere Fieberschübe, Schwäche, Appetitlosigkeit, Schwellungen der Lymphknoten und eventuell Muskelzuckungen, Rückgang der Blutplättchen und der weißen Blutkörperchen
  • Behandlung: intensive Therapie mit Antibiotika
  • Vorbeugung: Zeckenprophylaxe (im Urlaubsland)
Miriam Wirths

... arbeitet im Online-Team der DER HUND Website und an der » Facebook-Fanpage. Ihr absoluter Lieblingshund aus unserem Rasselexikon ist der » Kooikerhondje - werft doch gleich mal einen Blick auf den "alten Holländer".