Das Zusammenleben mit mehreren Hunden stellt neue Herausforderungen an den Zweibeiner. Ines Kivelitz kennt sich mit dem Thema Mehrhundehaltung bestens aus. Die Hundetrainerin und ihre Frau, eine Tierärztin, leben mit mehr als 30 Hunden auf einem ehemaligen Bauernhof in Schleswig-Holstein. Wir haben uns mit ihr darüber unterhalten. Das vollständige Interview liest du in Ausgabe 07/2019 von DER HUND. Einen Ausschnitt findest du hier! 


Wie kam es dazu, dass ihr 37 Hunde habt und wie sieht es mit der Geschlechter- und Altersverteilung aus?

Es sind 16 Rüden und 21 Hündinnen. Jeweils sechs davon sind unkastriert. Wir haben relativ viele junge Hunde: 12 sind unter vier Jahren und noch nicht vollständig erwachsen. Als meine Frau und ich zusammenzogen, hatte sie vier Hunde. Bei mir waren es um die 15. Ich habe viel Tierschutzarbeit gemacht und Hunde aufgenommen. Wir haben dann noch gezielt fürs Gruppengefüge einige dazugeholt.

In jeder Gruppe gibt es Strukturen. Haben sich bei euch Cliquen gebildet?

Ja, rassespezifisch. Ein großer Teil unserer Gruppe sind Windhunde. Sie bilden eine Kaffeeklatschgemeinschaft. Aber sie sind nicht so rassistisch wie man denkt. Hunde, die gut kommunizieren und ihre Körperspannung lesen können, sind herzlich willkommen. Wir haben auch noch andere Hundetypen, darunter einen Malinois, zwei Kangal-Hündinnen, eine Corgi-Hündin und Border- Collie-Mixe. Sie passen auch gut rein. Aber man merkt, dass die Windhunde etwas enger sind, weil sie eine Sprache sprechen. Angeführt werden die Hündinnen von einem Geschwisterpärchen und deren Mutti. Mein Chef für die Jungs starb leider im Februar. Deshalb ist mein Gruppenteil gerade etwas führungslos. Wobei ein fast fünfjähriger unkastrierter Rüde zusammen mit einem kastrierten Altrüden jetzt eine Doppelspitze bildet. Sie sorgen für gute Energie in der Gruppe und begrenzen ein paar Kandidaten, die gern übers Ziel hinausschießen.

Welche Eigenschaften sollte ich als Mehrhundehalter mitbringen?

Ich sollte auf jeden Fall Bock auf Führung und auch auf Konflikte haben. Nicht jeder Hund sagt: Nur weil du das möchtest, mache ich das auch. Man sollte durchsetzungsfähig, handlungsfähig und kreativ im Lösungsfinden sein. Wenn es etwa mit dem Rückruf nicht klappt, kann ich mir verschiedene Möglichkeiten einfallen lassen, dass er doch kommt. Es wäre ungünstig, wenn die anderen Hunde sehen, dass ich an dem einen scheitere, und dann auch nicht mehr kommen. Hunde lernen viel, indem sie beobachten.

 

Wir haben Ines Kivelitz unter anderem auch gefragt, was sie allen ihren Hunden beibringt, wie sie neue Hunde in ihre Gruppe integriert, wie viel Futter sie braucht und wie sie ihre Hunde füttert.

Du möchtest das ganze Interview mit allen Antworten lesen? Dann schnappe dir Ausgabe 07/2019 von DER HUND!

Kiosk finden, an dem ich DER HUND kaufen kann

Möglichkeiten, DER HUND zu abonnieren und als ePaper und/oder Print-Heft zu lesen