Stromunfall mit Hund: Was tun bei Stromschlag?

0

Es muss nicht gleich ein Blitz sein, Unfälle mit Elektrizität sind auch daheim eine Gefahr für Hunde. Was sind die möglichen Folgen? Wie können Sie ihrem Hund im Notfall helfen?

Ein Stromschlag muss nicht unmittelbar tödlich sein. Auch einige Tage danach können noch lebensbedrohliche Komplikationen auftreten. Neben Verbrennungen kommt es häufig zu Herzrhythmus- oder auch Blutgerinnungsstörungen. Gefürchtet sind zudem Elektrolytimbalancen, insbesondere Störungen der Kaliumwerte. Auch eine Atemlähmung ist möglich, vor allem wenn der Kopf elektrisch durchströmt wurde.

Gefahren durch Strom

  • akut
    Verbrennungen (schlecht heilend)
    Schock
    Atemlähmung
    akutes Herzversagen
  • bis zu einer Woche danach
    Herzrhythmusstörungen
    Blutgerinnungsstörungen
    Elektrolytimbalancen

Stromschlag – Was tun?

Bringen Sie Ihren Hund so schnell wie möglich aus dem Gefahrenbereich. Vergessen Sie dabei nicht die Eigensicherung! Schalten Sie den Strom aus und achten Sie darauf, dass der Hund keinen Kontakt mehr mit stromführenden Leitungen hat.

Eventuell können Sie Verbrennungen mit Wasser kühlen. Zittern und Krämpfe können auf einen Schock hinweisen. Sollte Ihr Hund bewusstlos sein, prüfen Sie Herzschlag und Atmung und versuchen Sie gegebenenfalls eine Wiederbelebung.

Zur Nachkontrolle ist die stationäre Unterbringung mit intensivmedizinischer Betreuung in einer Tierklinik unbedingt angeraten.
Wie Sie bei Stromschlag und anderen Notfällen Erste Hilfe leisten, erfahren Sie in unserem Erste-Hilfe-Ratgeber zum kostenlosen Download.


Weitere Infos von Tierarzt Dr. Oliver Dietrich rund um den Notfall Stromschlag finden Sie in Ausgabe 09/2016 von DER HUND.

Den vollständigen Artikel gibt es auch in unserer Online-Ausgabe.

Mehr Ratschläge für Notfälle mit Hund finden Sie in unserem kostenlosen Erste-Hilfe-Ratgeber zum Download.

Ken Knabe

... führt seit 1992 Retriever, Hundeausbildung ist sein Hobby. Der Diplom-Politologe hat nach einem Tageszeitungsvolontariat für eine große Kinozeitschrift in Hamburg gearbeitet, ehe er sich auch beruflich Hunden widmete.