Barf, Prey, vegan: Trends in der Hundeernährung

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Alternative Proteine: Fleisch, Insekten, Pflanzen

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Alternative Proteine

Hundehalter wollen ihren Lieblingen mehr Abwechslung in der Ernährung bieten. Viele greifen daher heute schon regelmäßig zu den gängigen Eiweißquellen Rind, Lamm und Huhn. Entwickelt ein Hund eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, bleibt dem Tierarzt für eine Ausschlussdiät also nur noch, auf weniger konventionelle Fleischsorten auszuweichen.

Dabei kommt das Fleisch nachgezüchteter Wildsorten wie Reh, Hirsch oder Rentier in Betracht. Aber auch Wildvögel wie Rebhuhn, Wildtaube oder Wildente bieten sich an. Exoten wie Alligator, Strauß, Springbock und Känguru sind ebenfalls gute Alternativen – ihr Fleisch ist aber zum Teil nur eingeschränkt verfügbar.

Insekten als Energiequelle

Inzwischen bieten mehrere Hersteller Futtersorten mit Insektenprotein an. Die Larven der Schwarzen Soldatenfliege lassen sich gut im industriellen Maßstab züchten. Auch Mehlwürmer, Grillen und Heimchen sind für Heimtiernahrung geeignet.

Insekten liefern hohe Mengen Eiweiß und lassen sich auf kleinem Raum umweltschonend züchten. Der Energie- und Wasserbedarf ist deutlich geringer als bei der Rinderzucht. Insektenfutter ist also auch für umweltbewusste Hundehalter interessant.

Mit diesem Nachhaltigkeitsaspekt wirbt die Firma Marsapet für ihre Insektenfuttersorten Naturgut- und Landgut-Schmaus der Marke Bellfor. Geschäftsführer Marcel Hoffmann beschrieb im Interview (DER HUND 10/2016), das Futter sei in Akzeptanztests gut von den Hunden angenommen worden. Auch er selbst hat die Larven der Schwarzen Soldatenfliege bereits probiert:

„Den Geschmack würde ich als nussig beschreiben, ein Kollege hat ihn als eher fischig empfunden – aber auch als durchaus positiv.“

Eiweiß aus Pflanzen

Auch pflanzliche Eiweißträger rücken mit dem zunehmenden Trend zu vegetarischer Ernährung stärker in den Blickpunkt. Die klassischen einheimischen Eiweißlieferanten unter den Pflanzen sind Erbse und Lupine. Auch isoliertes Eiweiß aus Kartoffeln lässt sich verwenden. Mikroalgen wie Chlorella sind ebenfalls gute Eiweißquellen, jedoch am Markt bislang nur eingeschränkt verfügbar.

Der Artikel "Trends in der Hundeernährung" ist in Ausgabe 3/2017 von DER HUND erschienen.

Lena Schwarz

… schnüffelt als Redakteurin für DER HUND durch die faszinierende Welt der Caniden, löchert Fachleute mit Fragen, trifft außergewöhnliche Vierbeiner und deren Menschen und teilt die Geschichten und Bilder online sowie im Printheft. Besonders gern ist sie mit Hund wandernd unterwegs.