Hüftgelenksdysplasie

0

Hüfte: Arthrosen und Oberschenkelkopfnekrose

Inhaltsverzeichnis

Künstliche Hüfte

Nicht nur HD, auch andere degenerative Erkrankungen im Hüftbereich machen bei schwerem Verlauf das Einsetzen einer künstlichen Hüfte erforderlich. Dazu gehören Arthrosen und die Aseptische Oberschenkelkopfnekrose. Diese tritt vorwiegend bei kleinen Hunden in den ersten zwölf Lebensmonaten auf. Die Erkrankung führt zu einer schmerzhaften Deformation des Oberschenkelkopfs mit Muskelschwund und starker Hinterbeinlahmheit. Ist absehbar, dass eine gelegentliche Gabe von Schmerzmitteln nicht ausreicht, um die Erkrankung in den Griff zu bekommen, oder nehmen die Nebenwirkungen überhand, so ist – neben Operationen wie der Beckenosteotomie und der Oberschenkelkopfresektion
– das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks eine Option.

Prothesen

Dr. Günter Schwarz, Neurochirurg und Leiter der Tierklinik Hollabrunn, merkt an: „Mittlerweile kann man davon ausgehen, dass über 90 Prozent aller Hunde mit einer Hüftgelenkstotalendoprothese lebenslange Beschwerdefreiheit erreichen.“ Die Prothesen sind aus Zement oder Metall und immer der Anatomie des jeweiligen Hundes angepasst. Sie können je nach Material und nach Größe des Hundes bereits im sechsten bis zehnten Lebensmonat und noch bis ins hohe Alter hinein eingesetzt werden. Besondere Implantatsysteme finden auch bei schwächerer Knochensubstanz im Alter noch Einsatz. „Eine Kunsthüfte ist jedoch keine Lösung, falls der Hund an bakteriellen Infektionen leidet – sei es im Bereich des erkrankten Gelenks selbst oder auch in anderen Regionen, etwa bei extrem deformierten Becken- oder Oberschenkelknochen“, räumt Dr. Schwarz ein.

Miriam Wirths

... arbeitet im Online-Team der DER HUND Website und an der » Facebook-Fanpage. Ihr absoluter Lieblingshund aus unserem Rasselexikon ist der » Kooikerhondje - werft doch gleich mal einen Blick auf den "alten Holländer".