Die Richtige Ernährung von Hunden

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Barfen

Bei der „biologisch artgerechten Rohfütterung“, besser bekannt unter dem Namen Barf, wird der Hund nach dem Vorbild des Wolfes in freier Natur nur mit rohen Zutaten gefüttert. Besonders Hunde mit Hautproblemen infolge einer Futtermittelunverträglichkeit oder Verdauungsbeschwerden profitieren von dieser Art des Futters. Kritiker von Barf stören sich allerdings an der Tatsache, dass rohes Fleisch krankheitsauslösende Bakterien und andere infektiöse Organismen enthalten kann. „Hier sind insbesondere die Salmonellen von Bedeutung, da eine Infektion nicht nur die Gesundheit des Hundes, sondern auch die des Menschen beeinträchtigen kann“, sagt Nadine Passlack vom Institut für Tierernährung der Freien Universität Berlin. Rohes Schweinefleisch berge außerdem die Gefahr einer Infektion mit dem Virus der Aujeszkyschen Krankheit, auch wenn diese in Deutschland praktisch nicht mehr vorkommt. Das Auswählen hygienisch einwandfreier Zutaten ist beim Barfen deshalb unerlässlich. Wichtig: Wer sich für diese Ernährungsformentscheidet, sollte sich ziemlich genau über Energiegehalt, Proteine, Vitamine, Ballast- und Mineralstoffe sowie essenzielle Fettsäuren informiert haben. Eine tierärztliche Bedarfsanalyse ist anzuraten, um nicht einen Nährstoffmangel oder eine Überversorgung zu verschulden. Einsteiger dürfen hier gerade bei Welpen nicht experimentieren, sonst drohen Gesundheitsschäden. Fachmännisch überwacht ist Barfen aber eine tolle Sache.

Miriam Wirths

... arbeitet im Online-Team der DER HUND Website und an der » Facebook-Fanpage. Ihr absoluter Lieblingshund aus unserem Rasselexikon ist der » Kooikerhondje - werft doch gleich mal einen Blick auf den "alten Holländer".

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