Entwurmung eines Hundes

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Individuell entwurmen

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Für eine individuell abgestimmte Entwurmung ist es wichtig zu klären, welche Gelegenheit ein Hund hat, sich mit diesen Würmern anzustecken. Spul- und Hakenwürmer können Hündinnen im Mutterleib oder mit der Muttermilch auf ihre Welpen übertragen. Ältere Hunde nehmen sie meist mit dem Kot anderer Tiere aus der Umwelt auf. Fuchsbandwürmer bekommen vorwiegend Hunde, die wilde Nagetiere fressen. Der Hundebandwurm steckt in rohem Fleisch. Um ihn abzutöten, muss man es mindestens zehn Minuten lang bei 65 Grad oder mehr erhitzen. Alternativ kann man das Fleisch mindestens eine Woche bei minus 20 Grad einfrieren.

Das Risiko für einen Wurmbefall lässt sich auf Basis der jeweiligen Lebens- und Haltungsbedingungen individuell einschätzen. Danach richtet sich dann der Entwurmungsplan. So muss man beispielsweise einen Jagdhund, der mit Wildtieren in Berührung kommt, und einen notorischen Kotfresser vergleichsweise oft und gezielt entwurmen. Ein Begleithund, der in einer Stadtwohnung lebt, braucht hingegen weniger Entwurmungen. Kotuntersuchungen zeigen, ob und mit welchen Würmern ein Hund befallen ist.

TIPP zur Entwurmung

Anhand des ESCCAP-Schemas zur individuellen Entwurmung lassen sich die passenden Abstände zwischen den Entwurmungen oder Kotuntersuchungen ermitteln. Noch gezielter geht das mit dem Online-Entwurmungstest auf der Internetseite www.esccap.de,. Dieser klärt in mehreren Fragen das individuelle Risiko eines Hundes, sich mit bestimmten Würmern anzustecken, und gibt eine abschließende Entwurmungsempfehlung.

Ken Knabe

... führt seit 1992 Retriever, Hundeausbildung ist sein Hobby. Der Diplom-Politologe hat nach einem Tageszeitungsvolontariat für eine große Kinozeitschrift in Hamburg gearbeitet, ehe er sich auch beruflich Hunden widmete.