Puppy Diaries 2 – die Entwicklungsphasen des Hundes

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Wir begleiten diese 8 Würmer der Zucht White Classics beim Wachsen und Gedeihen. Außerdem berichten die Züchterinnen Jenny und Sabine von den Entwicklungsphasen der kleinen Cocker Spaniels und den jeweiligen Aufgaben eines Züchters. Schaut immer mal wieder rein und seid live dabei wenn die Babies groß werden. Der Beitrag wird laufend ergänzt.

16.10.2019

Willkommen im neuen Zuhause

Inzwischen sind alle 8 Cocker Welpen in ihren neuen Familien angekommen. Sie halten ihre Zweibeiner auf Trab, denn so ein Welpe sorgt erstmal für ordentlich Trubel im Haus. Tischbeine werden angekaut, Schuhe verschleppt, ins Wohnzimmer gepinkelt – aber es wird auch ganz viel gekuschelt, geschmust und genossen. Wir wünschen den Kleinen und ihren Menschen eine wundervolle gemeinsame Zeit. In einem Jahr zeigen wir euch was aus den süßen Würmern geworden ist.

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01.10.2019

Die letzen Tage genießen

Auch wenn so viele wuselnde Cocker Welpen ganz schön viel Arbeit bedeuten, genießen Züchterin Sabine und Jenny die Anwesenheit der kleinen Würmer nochmal in vollen Zügen. Die achte Woche ist vollbracht und Ende der Woche werden die ersten Welpen von ihren Familien abgeholt. Die Zeit vergeht dann doch immer viel zu schnell. All die Nerven, den Schlaf und die Sorgen die die Kleinen gekostet haben sind schnell vergessen. Wir werden dabei sein, wenn die ersten Babys gehen und etwas beim Trösten helfen.

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16.09.2019

Der Abschied naht

Unsere gar nicht mehr ganz so kleinen Cocker Spaniels sind jetzt 6 Wochen alt – bald ist es Zeit Abschied zu nehmen. Alle Welpen haben einen tollen Platz gefunden und ihre zukünftigen Familien kommen sie regelmäßig besuchen. Ab einem Alter von 8 Wochen dürfen Welpen gesetzlich abgegeben werden, unsere Cocker kommen aber erst mit ca. 10 Wochen in ihr neues Zuhause. So hat der Züchter genug Zeit das Nervenkostüm des Welpen zu stärken und erste Trainingsmaßnahmen zu verfestigen (z.B. Pfiff beim Füttern, der später als Abruf funktionieren soll).

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04.09.2019

Die sozial sensible Phase (4.-13. Lebenswoche)

Die sozial sensible Phase gilt als wichtigste Zeit des Hundes. Sie wird auch „Prägephase“ genannt. Genau genommen findet aber keine Prägung statt (wie zum Beispiel bei Gänsen, die unumkehrbar auf ihre Mutter geprägt werden), sondern vielmehr ein sehr intensives Lernen. Erfahrungen die der Hund in dieser Zeit macht, sind nur sehr schwer reversibel, sie sollten also so gut wie möglich sein. Habituation und Sozialisierung sind hier sehr wichtig.

Habituation ist die Gewöhnung an die unbelebte Umwelt: an verschiedene Untergründe, Gerüche, Geräusche, Gegenstände.

Sozialisierung ist die Gewöhnung an die belebte Umwelt: Artgenossen verschiedener Rassen, andere Tiere, Menschen, Kinder.

Der Höhepunkt der sozial sensiblen Phase ist die 6. Woche. In dieser Zeit nimmt der Hund Außenreize am intensivsten auf. Da der Welpe frühestens mit 8 Wochen abgegeben wird, verdeutlicht dies noch einmal die enorme Verantwortung, die dem Züchter zukommt.

Aufgaben des Züchters

Der Züchter sollte dafür sorgen, dass die Welpen in dieser Zeit möglichst viel kennen lernen. Das erste mal in den Garten, Auto fahren, Gewöhnung an Fellpflege, sowie an verschiedene Geräusche im Haus und draußen. Die Welpen sollten Kinder kennen lernen, alte Menschen, Menschen mit Bart, und so weiter. So lernen sie die unterschiedlichen Erscheinungsbilder und die verschiedenen Bewegungsarten zu deuten. Auch gut sozialisierte Artgenossen helfen den Welpen zu lernen wie man kommuniziert, was hochgezogene Lefzen (Drohen) und eine Vorderkörpertiefstellung (Spiel) bedeuten und wie man sich untereinander benimmt (kein Schubsen oder Beißen). Auch die Beißhemmung lernen die Welpen im Spiel mit Artgenossen.

 

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23.08.2019

Mitten in der dritten Lebenswoche

Die kleinen Würmer stecken mitten in der dritten Lebenswoche und es geht ihnen richtig gut. Die Äuglein sind inzwischen bei allen auf und die erste Zufütterung gab’s auch schon. Bald dürfen sie aus der Welpenbox ausziehen und es geht in den Auslauf ins Wohnzimmer. Die neuen Eindrücke sind wichtig, wenn die Welpen bald in ihre wichtigste Phase – die Sozialisierungsphase – starten.

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19.8.2019

Es geht in die dritte Lebenswoche und damit startet nun auch die nächste wichtige Lebensphase der kleinen Cocker Spaniel Welpen: die Übergangsphase.

Die Übergangsphase (3. Lebenswoche)

In dieser Zeit wenden sich die Welpen langsam der Außenwelt zu. Sie wird auch Transitive Phase oder die „Zeit des Erwachens der ersten Umweltreaktionen“ genannt (nach Feddersen-Petersen). Nach und nach öffnen sich Augen und Ohren, das audiovisuelle System gewinnt von Tag zu Tag an Kapazität. Die Bewegungen werden gezielter, die Koordination verbessert sich. Die ersten Milchzähne brechen durch, der Hund kann seine Körpertemperatur nun selbst regulieren und endlich auch ohne Hilfe der Mutter Kot und Urin absetzen. In der Übergangsphase beginnen die Welpen mit der Mutterhündin und ihren Geschwistern zu interagieren. Erste Spielversuche starten und langsam wagen sich die Kleinen auch aus der Wurfkiste.

Aufgaben des Züchters

Langsam werden die Welpen aktiv und wollen beschäftigt werden. Erstes Spielzeug wie Bälle, Stofftiere, Beißringe und Rasseln werden in die Wurfkiste gelegt. Dann werden die Welpen mit Alltagsgeräuschen wie Staubsauger, Waschmaschine, Fernsehr, Föhn etc. vertraut gemacht. In der dritten Woche lernen die Welpen – mit der Einhaltung gewisser Hygienemaßnahmen – erste Besucher kennen. Sie werden von ihnen hochgehoben, gestreichelt und gebürstet. Gegen Ende der dritten Woche kann mit der Zufütterung begonnen werden. Beliebt ist rohes Rindfleisch das von Hand gefüttert wird.

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5. August 2019

Herzlich Willkommen! Hündin Pie hat am Abend 8 Welpen auf die Welt gebracht. 4 Buben und 4 Mädchen sind es, alle in der Farbe Blauschimmel. Was jetzt noch aussieht wie Dalmatiner-Fell, wird später schwarz/weiß meliert sein. Es heißt übrigens ‚Blauschimmel‘, weil die Haut unter dem melierten Fell leicht bläulich schimmert. Obwohl Mutter Pie eine Orangeschimmel-Hündin ist, haben ihre Kleinen alle die Farbe des Vaters Scott abbekommen. Pie hat die Geburt entspannt und souverän gemeistert – obwohl es ihre erste war. Die Babies trinken fleißig und jetzt hoffen alle, dass sie die ersten kritischen Tage gut überstehen.

Die neonatale Phase (ca. 1. bis 2. Lebenswoche)

Die neonatale Phase ist die zweite Entwicklungsphase des Hundes. Sie folgt auf die pränatale Phase, also die vorgeburtliche Entwicklung der Welpen. Nach der Geburt sind die Hunde noch blind, ihre Ohren sind geschlossen und der Geruchssinn ist kaum entwickelt. Die Welpen können ihre Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren und brauchen viel Wärme. Sie können noch nicht selbst Kot und Urin absetzen – die Mutter leckt ihnen den Bauch, um die Verdauung anzuregen und schleckt die Ausscheidungen weg.

Das Leben der Welpen besteht hauptsächlich aus Fressen und Schlafen. Mithilfe des sogenannten Suchpendelns finden sie die Zitzen der Mutter. Man nennt die neonatale Phase auch die Phase der inneren Zuwendung (nach Dr. Dorit Feddersen-Petersen). Da die Sinne sich erst langsam ausprägen, ist der Welpe noch maßgeblich mit sich selbst beschäftigt. Kontaktliegen mit Wurfgeschwistern und der Mutter ist bereits zu beobachten.

Aufgaben des Züchters

Der Welpe ist in der neonatalen Phase zwar hauptsächlich mit schlafen und trinken beschäftigt, dennoch ist es wichtig, dass der Züchter in dieser Zeit mehrmals täglich in Kontakt mit ihnen tritt. Er sollte den Welpen halten, auf den Schoß nehmen und streicheln. Dieses sogenannte ‚Handling‘ wirkt sich positiv auf die Sozialisation an den Menschen aus. Der Hund gewöhnt sich automatisch an Geruch und Geräusche des Menschen.  Außerdem sollte der Welpe ab sofort regelmäßig gewogen werden um die Gewichtszunahme im Auge behalten zu können. Es sollte sichergestellt werden, dass alle Welpen genug zu trinken bekommen und die Mutterhündin – gerade wenn es ihr erster Wurf ist – nicht überfordert und sie möglichst keinem Stress ausgesetzt ist.

 

 

 

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