Blutohr beim Hund

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Behandlung und Vorbeugung

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Die Krankheit, die dem Blutohr zugrunde liegt, muss behandelt werden. Kleinere Othämatome beseitigt der Tierarzt, indem er das gestaute Blut mit einer Spritze herauszieht. Dies muss meist mehrmals wiederholt werden. „Alternativ ist ein kleiner Einschnitt möglich, über den die Wundflüssigkeit ablaufen kann“, so Dr. Dietrich. Anschließend wird die Wunde mit einem Kompressionsverband versehen. Größere Othämatome werden operativ entfernt. Dazu werden sie der Länge nach aufgeschnitten und ausmassiert. Anschließend wird die Wunde mit speziellen Kompressionen versorgt, die ans Ohr genäht werden. Die Fäden bleiben ein bis zwei Wochen lang im Ohr. Nötig ist ein Kopfverband sowie ein Halskragen. Damit wird verhindert, dass der Hund den Verband entfernt und die frische Operationsnarbe wieder aufkratzt. Wichtig: Unbehandelt führt ein Blutohr zu verkrüppelten Ohren und zu Verengungen des Gehörgangs.
Regelmäßiges Reinigen der Gehörgänge hilft, Ohrentzündungen vorzubeugen. Kratzt sich Dein Hund auffällig oft am Ohr oder schüttelt er häufig den Kopf, sollten Sie mit ihm bereits zum Tierarzt gehen.
Ken Knabe

... führt seit 1992 Retriever, Hundeausbildung ist sein Hobby. Der Diplom-Politologe hat nach einem Tageszeitungsvolontariat für eine große Kinozeitschrift in Hamburg gearbeitet, ehe er sich auch beruflich Hunden widmete.