Autor: Melanie

Melanie Feutlinske
Rasselexikon

Der Begriff „Hovawart“ stammt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet „Hofwächter“. Schon im Mittelalter gab es in Deutschland langhaarige, schlappohrige Bauernhunde, die den Besitz ihres Halters
bewachten und so genannt wurden. Der heutige Rassehund entstand Anfang des 20. Jahrhunderts als gezielte Rückzüchtung dieses Hundetyps. Rassegründer Bertram König hatte ein Schlüsselerlebnis: Er kannte einen Hund, der zu einer Badeanstalt gehörte und dort stets gutmütig zwischen den Besuchern umhertapste. Als König eines Nachts über die Mauern kletterte, um verbotenerweise ein Mondschein-Bad zu nehmen, lernte er den Vierbeiner von einer anderen Seite kennen – und trug gehörige Blessuren davon. König nahm das nicht übel. Im Gegenteil: Er war begeistert davon, dass dieser Hund sein Verhalten der jeweiligen Situation anpassen konnte. Diese Fähigkeit, so stellte sich König vor, mussten auch die einstigen Hovawarte besessen haben. Bertram König und sein Sohn Kurt waren von Kynologie und Genetik fasziniert. In abgelegenen Gebieten machten sie die vermeintlichen Nachfahren der Hofwächter ausfindig, sogenannte Althirtenhunde, und kreuzten sie mit verschiedenen anderen Hunderassen, darunter Neufundländer, Landseer, Gordon Setter, Altdeutscher Schäferhund und Kuvasz. 1937 wurde der Hovawart als eigenständige Rasse und 1964 als Dienst- und Gebrauchshund anerkannt.

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Rasselexikon

Der Eurasier ist in den 1960er Jahren entstanden. Er wurde gezielt aus den drei Ausgangsrassen Wolfsspitz, Chow-Chow und Samojede gezüchtet, um einen urtümlichen Polarhund mit dem angenehmen Wesen eines Begleithundes zu erhalten. Der Eurasier ist eine noch junge Hunderasse. Bei einzelnen Exemplaren können Wesenszüge der Ausgangsrassen stärker ausgeprägt sein. Im Allgemeinen haben Eurasier eine hohe
Reizschwelle und gelten als sehr familienfreundlich.

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