Aroma-Öle für Hunde

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Hunde haben bekanntlich ein begnadetes Riechvermögen. Deshalb sollte bei allen Geruchsstoffen grundsätzlich oberste Vorsicht gelten. Was für unsere Nase als dezenter Duft daher kommt, ist für sie bereits Geruchsbelästigung. Doch in der richtigen Dosierung wirken die richtigen Aroma-Öle auch auf Hunde positiv und entspannend.

Hundefreunde wissen: Ihr Vierbeiner lebt in seiner eigenen Geruchswelt. Sein Hunde-Alltag und sein Empfinden werden viel mehr von Gerüchen beeinflusst, als es bei uns Menschen der Fall ist. Hunde nutzen Gerüche, um sich zu orientieren, um Artgenossen zu erkennen oder ihre Duftmarken zu hinterlassen. Wie beim Menschen sind auch beim Hund Erinnerungen und Gefühle eng an die Nase gekoppelt.

Hunde-Duft ist nicht gleich Menschen-Duft

Wer schon einmal seinem Hund beim genussvollen Wälzen zugesehen hat, weiß auch: Der Geschmack unseres Hundes, was den perfekten Duft angeht, trifft nicht immer ganz unseren eigenen. Alter Fisch, verwestes Kaninchen oder Exkremente liegen da ganz hoch im Kurs. Nichtsdestotrotz: Es gibt durchaus auch Aromen, die Mensch und Hund gleichermaßen angenehm finden.

Die meisten Parfums, Raumbedufter oder Lufterfrischer gehören allerdings nicht dazu. Synthetische Aromen, noch dazu in so hoher Konzentration, sind für Hunde eine Zumutung. Aus diesem Grund sollte man in Hundehaushalten sparsam mit allen parfümierten Substanzen umgehen und auch bei Putzmitteln lieber auf duftneutrale Mittel ausweichen.

Aroma-Öle in Hundehaushalten

Beim Menschen kennt man die wohltuende Wirkung von ätherischen Duft-Ölen schon lange. Auch für die Hunde-Gesundheit kann die Aroma-Therapie hilfreich sein. Hierfür sollte man eine:n erfahrene:n Tierheilpraktiker:in zu Rate ziehen, denn es gibt viele besondere Dinge zu beachten. Für die Entspannung zuhause eignen sich Duft-Öle: jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen. Ein ätherisches Öl in reiner Form besitzt einen sehr stechenden, intensiven Geruch. Deshalb darf es nie unverdünnt angewendet werden.

Zur Beduftung eines Raums verwendet man in der Regel 5-10 Tropfen eines ätherischen Öls, vermischt mit Wasser, in einer Duftlampe. Als Hundehalter:in solltest du niemals mehr als 1-2 Tropfen in die Lampe füllen, um Rücksicht auf die feine Hunde-Nase zu nehmen. Greife zudem keinenfalls zu scharfen Düften wie Minz-Öl. Schau zudem genau auf deinen Hund, während die Duftlampe brennt. So kannst du sicherstellen, dass er den Geruch nicht unangenehm findet. Natürlich sollte er jederzeit die Möglichkeit haben, sich an einen geruchsneutralen Ort zurückzuziehen.

Mit den richtigen Düften entspannen

Lege darüber hinaus Wert auf die Auswahl der richtigen Produkte. Billige Duft-Öle sind oft nicht sortenrein oder werden synthetisch hergestellt. Sie können auch beim Menschen stechenden Kopfschmerz hervorrufen. Um die wohltuende Wirkung von Duft-Ölen wirklich genießen zu können, gibst du besser Geld für ein hochwertiges, reines Öl aus. Zur Förderung von Entspannung und Wohlbefinden eignen sich besonders gut Öle wie Bergamotte, Melisse, Basilikum, Zirbelkiefer, Rosmarin oder Rosenholz.

Mit einem dezent duftenden Aroma-Lämpchen lässt es sich dann hervorragend abschalten und gemeinsam entspannen.

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Lena Schwarz

… schnüffelt als Redakteurin für DER HUND durch die faszinierende Welt der Caniden, löchert Fachleute mit Fragen, trifft außergewöhnliche Vierbeiner und deren Menschen und teilt die Geschichten und Bilder online sowie im Printheft. Besonders gern ist sie mit Hund wandernd unterwegs.