
Kontrolle des Mundes beim Hund. Foto: Farinoza/Fotolia.com (2)
Wie bei Menschen kann auch bei Hunden Zahnstein entstehen. Er bildet sich, wenn weicher Zahnbelag (Plaque) durch Mineralien aus dem Speichel verhärtet. Besonders häufig betroffen sind kleine Hunde, ältere Hunde und Tiere mit eng stehenden oder falsch stehenden Zähnen.
Zahnstein entsteht meist zuerst am Zahnfleischrand, besonders dort, wo sich Beläge leicht halten. Seine raue Oberfläche begünstigt neue Plaque-Ablagerungen. So kann der Belag immer dicker werden und das Zahnfleisch reizen. Das eigentliche Problem ist dabei nicht nur der harte Zahnstein selbst, sondern vor allem die bakterielle Entzündung, die daraus entstehen kann.
Zahnstein beim Hund: Ursachen
Zahnstein beginnt mit Plaque: einem weichen Belag aus Bakterien, Speichelbestandteilen und Futterresten. Wird Plaque nicht regelmäßig entfernt, lagern sich Mineralien aus dem Speichel ein und der Belag verhärtet. Besonders häufig sieht man Zahnstein an Fangzähnen, Reißzähnen und Backenzähnen, oft im Oberkiefer.
Speichel hat eine wichtige Schutzfunktion: Er spült Futterreste weg, hält die Maulschleimhaut feucht und enthält Stoffe, die das Wachstum mancher Keime hemmen können. Gleichzeitig liefert Speichel aber auch Mineralien, die Plaque verhärten lassen. Deshalb entsteht Zahnstein vor allem dort, wo Beläge lange auf den Zähnen bleiben.
Zahnfehlstellungen, eng stehende Zähne, Milchzähne, die nicht ausfallen, und wenig Kauaktivität begünstigen Zahnbelag. Deshalb haben viele kleine Rassen und brachyzephale Hunde, also Hunde mit kurzer Schnauze, häufiger Zahnprobleme. Zuckerhaltige Snacks sind ungünstig, aber auch ohne Zucker kann Plaque entstehen, wenn die Zahnpflege zu wünschen übrig lässt.
Zahnstein erkennen
Zahnstein ist meist gelblich, grau oder bräunlich und sitzt fest auf dem Zahn. Häufige Hinweise sind Mundgeruch, gerötetes Zahnfleisch, Zahnfleischbluten, vermehrtes Speicheln und einseitiges Kauen. Viele Hunde fressen trotz Zahnschmerzen weiter, tun sich damit aber schwer. Unbehandelt können Zahnfleischentzündung, Parodontitis, lockere Zähne und Zahnausfall entstehen.
Behandlung und Vorbeugung
Zahnstein sollte in der Tierarztpraxis entfernt werden. Eine gründliche Zahnreinigung erfolgt in der Regel unter Narkose. Sie macht die Reinigung und Beurteilung aller Zähne, der Zahnfleischränder und bei Bedarf auch von Bereichen unter dem Zahnfleisch möglich. Oft sind Zahnröntgenaufnahmen sinnvoll, um Wurzeln und Knochen zu prüfen. Nach dem Entfernen wird die Zahnoberfläche poliert, damit neue Beläge weniger leicht haften.
Zur Vorbeugung hilft tägliches Zähneputzen mit Hundezahnpasta am besten. Ergänzend können geeignete Kauartikel oder spezielle Zahnpflegefutter. Wichtig ist, deinen Hund langsam und positiv an die Zahnpflege zu gewöhnen.
